In der TGM-Halle feierte die Gonsenheimer CDU den Tag der deutschen Einheit, unter anderem mit MdL Gerd Schreiner (re.) und OB-Kandidat Nino Haase. Foto: Ralph Keim
CDU-MdL Schreiner sprang für die krankheitsbedingt verhinderte frühere Frankfurter
Oberbürgermeisterin Petra Roth ein. Foto: Ralph Keim

GONSENHEIM – Zusammen mit OB-Kandidat Nino Haase feierte die Gonsenheimer CDU am 3. Oktober in der TGM-Halle den Tag der deutschen Einheit. Als Ehrengast war die frühere Frankfurter CDU-Oberbürgermeisterin Petra Roth angekündigt gewesen, die jedoch krankheitsbedingt absagen musste. Für sie sprang kurzfristig der CDU-Landtagsabgeordnete Gerd Schreiner als Redner ein. Der Gonsenheimer CDU-Vorsitzende Fritz-Bernhard Stähler ging in seiner Begrüßungsrede vor mehr als 100 Zuhörern auf Werte ein, die in der Gesellschaft von heute zum Teil einem gravierenden Wandel unterzogen seien, allerdings nicht immer hin zum Positiven. Der unabhängige OB-Kandidat Haase, der offiziell von der CDU, der ÖDP und den Freien Wählern unterstützt wird, berichtete in seiner Rede von dem Ärger, den seine Eltern in der damaligen DDR hatten. Denn Nino Haase kam 1984 in Dresden zur Welt, übersiedelte im Alter von gut einem Jahr mit seinen als Staatsfeinde diffammierten Eltern nach Westdeutschland. „Daran habe ich freilich keine Erinnerungen, wohl aber an den Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989.“Nino Haase bezeichnete es ausdrücklich als Geschenk, in einer freien Gesellschaft aufwachsen und leben zu dürfen. Bedenklich findet er aktuelle Forderungen nach Enteignung von Wohnungen. „Schließlich hat man noch bestens in Erinnerung, in welchem Zustand die staatlichen Wohnungen und Häuser der früheren DDR waren.“ Weg von staatlicher Regulierung -unter diesem Credo sei er angetreten, als unabhängiger OB für frischen Wind in der Verwaltung zu sorgen.

 

Der Gonsenheimer CDU-Vorsitzende Stähler. Foto: Ralph Keim

Haase zollte ausdrücklich dem früheren SPD-OB Herman-Hartmut Weyel Respekt und Anerkennung. In dessen Amtszeit wurde 1988 die Partnerschaft der Stadt Mainz mit der heutigen thüringischen Landeshauptstadt Erfurt besiegelt. „Und das zu einer Zeit, als kaum einer ernsthaft an eine Wiedervereinigung gedacht hat.“ Gerd Schreiner, der am 9. November 1989 (jenem Tag, als die DDR-Grenze geöffnet wurde) Bundeswehrsoldat war, erinnerte an jene Tage des Umbruchs vor nunmehr 30 Jahren. „Den Mauerfall selbst haben wir am Fernsehen verfolgt.“ Mit Aktiven der Jungen Union Mainz sei er schließlich nach Erfurt gereist, um sich mit politisch Gleichgesinnten zu treffen und auszutauschen. „Der 3. Oktober als Tag der deutschen Einheit ist aber auch eine gute Gelegenheit, um einmal Danke zu sagen“, bekräftigte Schreiner. Der Dank gelte nicht nur den bekannten politischen Persönlichkeiten, die vor drei Jahrzehnten die Gelegenheit nur deutschen Einheit genutzt haben, darunter der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl und der damalige Innenminister Wolfgang Schäuble. Dank gelte auch den zahlreichen weniger prominenten Politikern und den Bürgern, die mit ihrem Engagement dazu beigetragen haben, dass es friedlich zur deutschen Einheit gekommen ist. Mit dem Singen der deutschen Nationalhymne endete der offizielle Teil der Feierstunde.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“