Freuen sich über das Hinweisschild (v. li.): Friedhelm Kärcher, Gerd Strotkötter, Karin Meier und Wolfgang Drewello. Foto: Ralph Keim

LAUBENHEIM – Das Evangelische „Kirchlein“ gehört jetzt offiziell zu den insgesamt 240 Bau- und Kulturdenkmälern der Reihe „Historisches Mainz“. Ein entsprechendes Schild ist an der Fassade bereits vor einigen Tagen angebracht worden. Jetzt wurde es feierlich enthüllt. Friedhelm Kärcher, Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung der Evangelischen Kirche, zeigte sich hocherfreut. Die Kirche ist jetzt das achte Gebäude aus der Liste der Bau- und Kulturdenkmäler in Laubenheim. „Die Aufnahme des Kirchleins war uns eine Herzensangelegenheit“, sagte Kärcher bei der Enthüllung des Schilds in Anwesenheit von Ortsvorsteher Gerd Strotkötter sowie Pfarrerin Karin Meier und Pfarrer Wolfgang Drewello und zahlreichen Bürgern und Vereinsmitgliedern. Das Schild gab es allerdings nicht kostenlos. Die Kosten trug der Verein zur Erhaltung der Evangelischen Kirche, betonte Friedhelm Kärcher. Das Schild informiert den Betrachter, dass es Adolph Umber, Laubenheimer Gutsbesitzer und Mitglied des Kirchenvorstands, war, der 1894 den Bau der kleinen Kirche initiierte.

„Damit jährt sich der Baubeginn des Kirchleins in diesem Jahr zum 125. Mal“, erinnerte Kärcher. Das große Jubiläum der Weihe kann dann im kommenden Jahr gefeiert werden. Weiterhin informiert das Schild, dass es sich bei der Kirche um ein Gebäude mit neoklassizistischen Elementen in der Größe eines Wohnhauses handelt. Die geringe Größe des „Kirchleins“ ist der Tatsache geschuldet, dass vor 125 Jahren in Laubenheim kaum evangelische Christen im katholisch geprägten Laubenheim lebten. 1992 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Bereits seit 1985 kümmert sich der Verein zur Erhaltung der Evangelischen Kirche um das Gebäude.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“