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Zu Mainz gehört das Miteinander!

Wissen Sie noch, was Sie heute vor dreizehn Jahren gemacht haben? Ich weiß es auch nicht. Aber ich weiß, was wir alle dabei nicht gemacht haben: auf unserem Smartphone gewischt, getippt und geposted. Woher ich das weiß? Weil es – auch wenn wir uns das heute gar nicht mehr vorstellen können – die begabten Begleitbildschirme, damals noch gar nicht gab. Es ist nämlich gerade einmal zwölfdreiviertel Jahre her, dass Steve Jobs im Jahre 2007 das erste iPhone vorgestellt und damit vielleicht den größten Widerspruch unserer Zeit begründet hat.

Denn obwohl es heute so viele Möglichkeiten der Kommunikation gibt wie nie, wir über das Internet ununterbrochen miteinander verbunden sind, gibt es gleichzeitig so viele Menschen in unserem Land, die von ihren Mitmenschen, von deren Sorgen und Nöten, von ihren Wünschen und Bedürfnissen nichts wissen (und manchmal auch nichts wissen wollen). Es sieht fast so aus, als zerfalle unsere Gesellschaft in unterschiedliche Teile, die voneinander irgendwie getrennt sind.

Und bei der Frage nach der Lösung dieses großen Problems schauen viele Menschen dann oft ebenfalls ins Große: in die riesigen sozialen Netzwerke oder in die Hauptstädte der Welt.

Aber vielleicht richtet sich der Blick damit in die ganz falsche Richtung. Vielleicht liegt die Lösung viel näher. Denn wenig vermag die Menschen so zu verbinden, so zu einen und so zusammenzubringen wie die Region, wie die Stadt und der Stadtteil, in der und in dem sie leben. Und Mainz gelingt das vielleicht besonders gut. Und das auch – davon bin ich überzeugt – wegen seiner lebendigen Stadtteile mit ihren Vereinen, ihrer Kultur, ihrem Sport, ihren Festen, ihren Weinstuben, kurz: wegen ihrer ganz eigenen Art, Mainz zu sein.

Es gibt eben Dinge, die kann kein Smartphone der Welt ersetzen: die wirkliche Begegnung im realen Leben, den echten Zusammenhalt in der Stadt, das ehrliche Miteinander im Stadtteil. Das ist es, was das Leben lebenswert macht, das ist es, was das #mainzgefühl ausmacht: zusammenkommen, miteinander reden und auch dann eine Schorle zusammen trinken, wenn man nicht einer Meinung ist.

Eine Stadt, in der das Miteinander, in der der soziale Zusammenhalt so fest zum Leben dazugehört, das ist in unserer Zeit nicht selbstverständlich. Aber unser Mainz ist so eine Stadt. Zuvorderst in unsere Bürgerhäuser. In Hechtsheim und Finthen gehen im ersten Quartal 2020 wieder die ersten Veranstaltungen los. Ich habe gemeinsam mit Bürgermeister Beck im vergangenen Monat die Baustellen besucht. Alles geht gut voran und wir können uns nicht zuletzt auf die Kampagne in den neuen Bürgerhäusern freuen. Auf dem Lerchenberg wird es – wegen der nachträglich notwendig gewordenen planerischen Einbindung einer Kita – mit den Bautätigkeiten ebenfalls Anfang 2020 losgehen und in Weisenau wird die Sanierung des Kulturheims starten. Die Sanierung der Töngeshalle in Ebersheim, die auch einen neuen Anbau bescheren wird, läuft schon seit geraumer Zeit.

In der Rheingoldhalle gehen die Arbeiten weiter, wenn es auch wegen des Brandes länger dauern wird als geplant. Ich weiß, wir alle waren geschockt, als wir im Mai die Rauchschwaden über unserer Stadt gesehen haben. Ein Stück Mainz stand in Flammen. Umso mehr sind wir den Männern und Frauen der Feuerwehr dankbar, die stundenlang gegen das Feuer und für die Rheingoldhalle gekämpft haben. Sie haben das Schlimmste verhindert. Nicht nur bei der Fernseh-Fastnacht ist das Schloss ein Schatz unserer Stadt, den wir damit bewahren und noch heller erstrahlen lassen wollen.

Aber zusammen das Leben genießen und babbeln – das machen der Mainzer und die Mainzerin natürlich nicht nur in geschlossenen Hallen zu besonderen Anlässen, sondern immer und überall – nicht nur im Saal, sondern auch uff de Gass‘. Und deshalb haben wir in die Meenzer Gass‘ ordentlich investiert. Auf der neugestalteten Mombacher Hauptstraße lädt jetzt ein eigenes kleines Marktfrühstück(natürlich mit Markt) zum Babbeln ein (Gehen Sie ruhig mal vorbei, es ist schön da!), in der Großen Langgasse macht das schon heute der Gisela-Thews-Platz. Bei der Boppstraße ist es gerade losgegangen mit der Neugestaltung und der breite Fußweg der neuen Bahnhofstraße macht den Weg in die Stadt schon seit einiger Zeit deutlich schöner.

Mainz lebt auf seinen Plätzen, auf seinen Straßen und in seinen Bürgertreffpunkten. Das Miteinander gehört zu unserer Stadt und es gehört zu jedem unserer Stadtteile. Ich freue mich auf all die Feste, die wir Mainzerinnen und Mainzer in den kommenden Jahren in den neuen Bürgerhäusern, in der Rheingoldhalle, im Schloss und auf den Straßen und Plätzen gemeinsam feiern. Selbstverständlich sind dazu in unserer weltoffenen Stadt auch Nicht-Mainzerinnen und Nicht-Mainzer herzlich eingeladen – auch von der anderen Rheinseite.

Unsere Zeit braucht nichts mehr als den Zusammenhalt und das Miteinander. Ich bin froh, dass beides in Mainz fest dazugehört.

Ihr Michael Ebling

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