Die Theatergruppe der Fidelen Brüder freut sich auf die Vorstellungen: vorne v.li. Lukas Engelhardt, Katharina Wuttke, Michel Bucher, hinten v.l. Maria Eifler Bernd Wehrum, Carmen Knab, Mathias Böhm, Simone Körner, Bärbel Malisius, Michael Knab, Christine Engelhardt, Jürgen Furrer. Nicht im Bild: Alexandra Lasrich. Foto: Helene Braun

GAU-BISCHOFSHEIM – Der Schwank „Kohle, Moos und Mäuse“ in drei Akten von Bernd Gombold ist ein echter Krimi. Sehr viel Geld, versuchter Betrug und vielleicht gar ein Mord stehen im Mittelpunkt der Geschichte um Michel, die Freunde und Familie und die Polizei. Der Clou dabei ist, dass das Theaterstück von echten Gau-Bischofsheimern aufgeführt wird in der ihnen eigenen Sprache. Die heiße Phase hat längst begonnen, und die Die Lokale Zeitung war bei einer Probe dabei, als die Theatergruppe unter dem Dach des Geselligkeitsvereins „Fidele Brüder“ im Bürgerhaus teilweise noch mit dem Text haderte. Das ist das einzige, was Regisseurin und Souffleuse Maria Eifler nicht durchgehen lässt. Am Ende muss der Text sitzen.

Sechs Männer und fünf Frauen agieren bereits sehr temperamentvoll um einen Tisch herum, streiten sich ausdrucksstark und es geht richtig rund. Das gehört zum Stück, die Akteure sind mit Begeisterung dabei, das spürt man. Und die Vertreterin der Lokalen, die heimliche Zuschauerin, muss mehr als einmal laut lachen. Die Mitglieder sind locker drauf, noch wird es ja nicht ernst. Sie verstehen sich gut, gehen mindestens einmal im Jahr gemeinsam essen, meistens zur Weihnachtszeit, dann noch mal in die Pizzeria und einmal gemeinsam frühstücken. Als Gage winkt den Schauspielern lediglich ein kleines Präsent nach den Vorstellungen, aber dafür tun sie es ja auch nicht. Der Spaß an der Freude treibt sie alle miteinander an.

Schon im 21. Jahr spielt die Gruppe Theater, ein eingespieltes Team mit immer noch vier oder fünf Darstellern, die schon von Beginn an dabei sind. Im Verlauf kamen auch einige junge Leute hinzu. Eine Woche nach der Kerb beginnen immer die Proben, und nach der Ferienzeit geht es so richtig los. Ab Oktober bauen die Männer die Bühne, die am Wochenende vor der Premiere am 18. Oktober steht und die wie immer eine Überraschung wird. Da folgen dann noch intensive letzte Proben. „Dann haben wir nochmal eine schöne Gemeinschaft, und bei drei Proben hintereinander fängt es dann wirklich an zu sitzen“ sagt Maria Eifler.

Das Stück sucht Maria Eifler immer sorgfältig aus. Manchmal liest sie bis zu zehn Drehbücher, bevor sie sich entscheidet, denn es soll gut sein. „Wenn ich nicht lachen kann, lege ich es wieder beiseite.“ Diesmal sei es besonders schwierig gewesen, denn auch die Zahl der Mitspieler will bedacht sein. Die meisten Stücke seien für fünf Männer, fünf Frauen, aber schließlich wollen ja alle sechs Männer mitspielen.

Vorstellungen: Freitag, Samstag, Sonntag, den 18., 19., 20. Oktober und Freitag und Samstag, 25. Und 26. Oktober im Bürgerhaus Gau-Bischofsheim. Beginn 19 Uhr (Sonntag 18 Uhr). Einlass eine Stunde vorher.

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