Engagieren sich für die Kinder, v.l. Frederike Kohr, Herbert Schäfer, Petra Dörrschuck, Torben Dörrschuck, Schwester Veritas. Foto: Helene Braun

FINTHEN – Herbert Schäfer, Ortsvorsteher a.D., denkt nicht daran, sich zur Ruhe zu setzen, vielmehr hat er noch große Pläne. Im Juli hat er gemeinsam mit Eltern und Freunden der Kita St. Martin einen Förderverein gegründet und in diesem die Ehrenmitgliedschaft übernommen. In unmittelbarer Nähe und in Trägerschaft der Schwestern der Göttlichen Vorsehung ist St. Martin die älteste Kita in Finthen. Schwester Veritas hat schon in Eigeninitiative Blumen gepflanzt, um den Eingangsbereich zu verschönern.

Seit die Kastanie, das Naturdenkmal, bis auf ein Minimum gekürzt werden musste, ist hier viel Platz entstanden, der neues Spielgerät vertragen könnte. Die Initiative ging von zwei Müttern aus. Mit der Gründung haben Stephanie Grün und Petra Dörrschuck auch den Vorsitz im Verein übernommen. Der erweiterte Vorstand setzt sich aus einem Kassenwart und einem Schriftführer zusammen. Den Ehrenvorsitz hat Herbert Schäfer inne. Der Förderverein sieht sich als Ergänzung und Erweiterung der bisherigen Elternarbeit. Alle sollen dabei an einem Strang ziehen, um als erstes Großprojekt die Erneuerung der Außenanlage anzugehen. Mit einer Verkaufsaktion des gefällten Kastanien-Holzes sind sogar bereits erste Spenden eingegangen.

Beim Pressetermin zur Vorstellung des Fördervereins gab Schäfer auch bekannt, warum er dies getan hat: „Der Kindergarten St. Martin hat viele Generationen begleitet. Meine Töchter sind dort schon betreut worden und danach meine Enkel.“ Leider sei die Einrichtung ein wenig in die Jahre gekommen, eine umfassende Erneuerung für die Zukunft der Kita daher von großer Bedeutung. Alle Finther sollten sich daran beteiligen, befindet Schäfer, am besten mit einer Spende oder auch einer Mitgliedschaft. Man wolle das „Fundament des vorhandenen Sozialraums zu einem stabilen Haus ausbauen“, sagte Kitaleiterin Frederike Kohr.

Elternbeirat und Kitaleitung begrüßen die Initiative der Gründung des Fördervereins sehr. Kitaleiterin Frederike Kohr sagte: „So haben wir die Möglichkeit, etwas zu verändern. Über die Trägerpflichten hinaus kann der Förderverein aktiv für unsere Arbeit einen Weg ebnen, der ohne seine Existenz und das damit verbundene Engagement nicht möglich wäre.“ Perspektivisch möchte man auch eine Plattform für Austausch bieten, etwa Themenabende mit Referenten aus dem Bereich Bildung/Erziehung anbieten.

Am 18. Oktober von 15 bis 18 Uhr kann man sich beim Kitafest, diesmal im Lennebergwald am Grünen Haus, auch über den Förderverein informieren.

Teilen
Vorheriger ArtikelSport, Spiel und Austausch für alle
Nächster ArtikelHobbykunsthandwerker bevorzugt
Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.