Pfarrerin Elke Stein. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

HECHTSHEIM/NIEDER-OLM. Die evangelische Pfarrerin von Hechtsheim, Elke Stein, wechselt in die Kirchengemeinde Nieder-Olm. Die Lokale Zeitung hat mit der 1969 in Leonberg geborenen Mutter zweier Kinder gesprochen. Stein studierte in Heidelberg und Kiel. Sie ist ausgebildete Telefonseelsorgerin. Die erste Pfarrstelle trat sie 1999 in Hamburg-Rahlstedt an. Familienbedingt kam sie 2004 in den Westerwald und damit in die EKHN. Im Sommer 2011 trat sie die Pfarrstelle in Hechtsheim an.

Lokale: Frau Stein, warum sind Sie Pfarrerin geworden?

Stein: Mit Menschen Leben und Glauben teilen, miteinander nach Gottes Gegenwart in der Welt suchen, den Spuren Jesu folgen, sich dafür an den biblischen Worten und Geschichten orientieren und sich mit anderen für Frieden und Gerechtigkeit sowie für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen: Das waren die Impulse fürs Studium und die Berufswahl.

Lokale: Was nehmen Sie aus Hechtsheim mit? Warum der Wechsel?

Stein: Aus Hechtsheim nehme ich das Engagement der Menschen und der Gemeinde für andere mit. Reich beschenkt fühle ich mich durch die Begegnungen und das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde. Ich war gerne in Hechtsheim, doch war es Zeit für eine Veränderung. Die Pfarrstelle in Nieder-Olm schien mir für diese Neuorientierung genau die richtige zu sein.

Lokale: Welche Beziehung haben Sie zu Nieder-Olm?

Stein: Nieder-Olm kenne ich als nette und attraktive Stadt in der Nachbarschaft. Das Freibad ist auch für Hechtsheimer im Sommer ein Magnet, auch sonst war ich in privaten Anlässen dort gewesen und habe das positiv erlebt. Hier und da gab es dienstliche Gründe für einen Besuch, daher ist der Ort mir vertraut. Ich bin gespannt auf das nähere Kennenlernen.

Lokale: Was kann die dortige Kirchengemeinde von Ihnen erwarten?

Stein: Die evangelische Gemeinde, aber auch die Nieder-Olmer, ob aus der weiten ökumenischen Familie oder ohne religiöse Zuordnung, bekommen eine neue evangelische Pfarrerin, die offen für Begegnungen mit Menschen jeglichen Alters und Art ist. Sie freut sich, Menschen, Gemeinde-und Ortsleben kennenzulernen und miteinander zu teilen.

Lokale: Was können die katholischen Glaubensgeschwister erwarten?

Stein: Ökumenisches Miteinander und gemeinsam vor Ort mit allen, die da leben, im Kontakt zu sein und sich dafür zu engagieren, ist mir ein großes Anliegen. Ich bringe vielfältige ökumenische Erfahrung mit, sowohl im Kontakt mit der katholischen Schwesterkirche als auch mit weiteren Konfessionen und mit Blick auf die weltweite Ökumene. Ich freue mich auf schöne gemeinsame Projekte.

Lokale: Ein paar Worte zu Ihren Hobbys?

Stein: Pilgerwandern, wie überhaupt Wandern, mich im Alltag zu bewegen, sei es mit Walking oder Joggen, tut mir gut. Ich koche gerne und genieße es, mit anderen gemeinsam um den Tisch zu sitzen. Singen und Musik ist ein geliebter Teil des Alltages, ebenso Yoga und das Beten in der Stille. Lesen gehört zum Alltag. Sofern es die Zeit erlaubt, kümmere ich mich gerne um den Garten.

Lokale: Danke für das Gespräch.

Das Gespräch führte Gregor Starosczyk-Gerlach.

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.