Durchaus idyllisch: ein Blick über den Ententeich. Foto: kga

LERCHENBERG – 2017 gab es die ersten Treffen zur Idee eines Stadtteilparks rund um den Ententeich, das Regenrückhaltebecken unterhalb der Hochhäuser Regerstraße. Jetzt stehen die Planer kurz vor dem Start zur Umgestaltung des Bereichs. Wenn alles glatt läuft, dürfe der neue Park spätestens im Frühjahr fertig sein. Bei einer Infoveranstaltung im dürfen die Einwohner jetzt noch über vier Sportgeräte entscheiden, die am Weg vom Hotel bis hinunter zum Teich platziert werden sollen. Bei den Fitnessgeräten herrschte schnell Einigkeit. Die Anwesenden Bürger entschieden für einen Gleichgewichts- und einen Duplex-Schulter-Trainer sowie einen Rücken-Twister und einen Crosstrainer. Mehr Redebedarf gab es beim Thema Umgestaltung des Areals. „Alles in allem wird der neue Park mit etwas mehr als 700.000 Euro über das Landesförderprogramm Soziale Stadt finanziert“, informierte Natalia Zayarnaya vom Quartiersmanagement. Stefan Bitter vom Planungsbüro Adler nannte den Ententeich „verträumt“, doch sei er in die Jahre gekommen. Eine Aufwertung sei deshalb sinnvoll. Drei Bereiche mit Blick auf den See werden entstehen, mit Mülltonnen und roten Bänken – Betonsockel und Holzplanken, die nicht bei allen auf Gegenliebe stießen. Kunststoff sei das bessere Material, meinten manche im Publikum.

Auch die von vielen gewünschte „Voliere“ – ein mit transparentem Drahtgeflecht eingezäunter Steg gegenüber vom ehemaligen Podest – wird gebaut. Die Rampe hinunter in die Draiser Senke werde breiter und barrierefrei gestaltet und mit Wildwiesen umrandet werden. Die Bedenken, zwischen Radfahrern, Kinderwagen und Rollstuhl- oder Rollator-Nutzern könnte es zu unfallgefährlichen Begegnungen kommen, konnte Bitter ausräumen. Das lasse schon die neue Kurvensituation nicht zu, meinte er. Enttäuschung gab es, eil der gewünschte Aussichtsturm nicht entsteht. Mit Unverständnis reagierte das Publikum darauf, dass es keine Beleuchtung speziell an der Tangente von den neuen Sokabau-Häusern hoch zur Schule und zur Kita geben wird. „Die Schulkinder laufen im Winter mit Taschenlampen dort“, hieß es. Das Land hat einen schlichten Hinweis dazu: „In Parks gibt es keine Beleuchtung.“ Sissi Westrich als Ortsvorsteherin erklärte dagegen im Namen des Ortsbeirats: „Das Thema ist noch nicht vom Tisch“.

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