Bei der Eröffnung brachte Ortsvorsteher Manfred Mahle die Jugend auf Trab. „Wem is die Kerb? Unser!!“ Foto: Helene Braun

FINTHEN – Der Platz vor der Bühne ist ziemlich klein geworden wegen der Baustelle Bürgerhaus, dieses jedoch ist dafür umso mehr gewachsen. Dennoch fand jeder Verein seinen Platz bei der diesjährigen Kerb, die Ortsvorsteher Manfred Mahle nach kurzer, fetziger Ansprache feierlich eröffnete. Der Fassbieranstich aber blieb noch nach dem Willen von Julia Müller Vorgänger Herbert Schäfer vorbehalten zum Dank für die langjährige Unterstützung des Kerbevereins und der Jahrgänge. Schäfer versprach dafür, dem Kerbeverein treu zu bleiben. Am Platzeingang hat man die Auswahl zwischen Vesperhütte und Pizzastand, dazwischen mehrere Zuckerbuden und ein Stand mit Crêpes in allen Geschmacksrichtungen. Dann kommen die Fahrgeschäfte, das sprechende Karussell von Aldo Sottile und eines für Ältere, für Jugendliche und Erwachsene, die einen „Safari-Trip“ unternehmen wollen. Weiter hinten auf dem Rodeneckplatz haben sich die Vereine angesiedelt, eigentlich wie immer.

Den aktuellen Kerbejahrgang erkennt man dieses Jahr an den gelben Sweatshirts. Foto: Helene Braun

Die Finther Freiherrn und Freifrauen haben nicht nur den Vorsitzenden gewechselt, sondern sich auch eine lange selbst gebaute Budenschlange vor das Absperrgitter zum Bürgerhaus aufgestellt, gefolgt von einem ausreichend großen Zelt, das die Besucher im Trockenen hält.

Edgar Kalberlah hat aus Altersgründen nicht mehr kandidiert, sein Nachfolger ist Elmar Frey. Der MSC freute sich besonders auf den Besuch von Oberbürgermeister Michael Ebling, der als Schirmherr beim alljährlichen Flugplatz-Slalom fungiert und die Motorsportler bei ihren Vorhaben unterstütze, wie Vorsitzender Wolfgang Walter freudig verkündete. Mit dabei auch die DJK, der Kerbeverein und die Reservistenkameradschaft Finthen. Als der Umzug am Samstag zur Eröffnung von der katholischen Kirche aus auf dem Kerbeplatz mit ungezählten Kerbejahrgängen, dem Kerbeverein und weiteren Aktiven sowie den musizierenden „Dunnerschbejer Wildsaufetzern“ eintraf, wurde es schon langsam dunkler. Und quasi mit dem Fassanstich setzte der Regen ein. Doch das Wetter tat der mehrtägigen Sause keinen Abbruch.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.