Zum 25-jährigen Bestehen des Geschichtsbrunnens gaben die Kasteler Musikanten ein Platzkonzert. Foto: Ralph Keim

KASTEL – Normalerweise klettern darauf Kinder. Und wenn es heiß ist, wagen sie sich auch mal ins sprudelnde Wasser. Und auf den Bänken genießen es die Bürger, einmal kurz vom Alltag abzuschalten.

Die Rede ist vom Geschichtsbrunnen, der nahe der Evangelischen Kirche steht. 1994 wurde er seiner Bestimmung übergeben. Damit feiert der Geschichtsbrunnen in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Dazu gaben die Kasteler Musikanten am Brunnen ein Platzkonzert, das gut besucht war. Mitglieder der Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel (GHK), die den Bau des Brunnens auf Initiative des unvergessenen Fritz Diehl ermöglicht hatte, schenkten zur Feier des Tages Sekt aus.

1994 wurde der Geschichtsbrunnen seiner Bestimmung übergeben. Foto: Ralph Keim

Das besondere des Brunnens, was ihm auch seinen Namen gegeben hat: Auf mehreren Tafeln gibt er Geschichtsunterricht. So erfährt man, sofern man sich die Mühe macht, die Tafeln zu lesen, einige interessante Fakten über die Geschichte von Kastel. Dass Kastel beispielsweise über vier Jahrhunderte vom Flößer-Gewerbe geprägt war. Auch informieren die Tafeln, dass Kastel im Laufe seiner 2000-jährigen Geschichte mehrfach zerstört und immer wieder aufgebaut wurde.

Julia Döring umrahmte das Konzert als Solosängerin. Foto: Ralph Keim

Die künstlerische Gestaltung des Brunnens oblag übrigens Dieter Schade. Die markante bronzene Muschel wurde von der Sparkasse Mainz gestiftet. Wesentliches Merkmal des Brunnens ist der römische Legionär, der sozusagen über den Brunnen wacht. Das imposante Standbild samt Sockel wurde von den Senatoren der GHK gestiftet.

Somit bildete der Geschichtsbrunnen den perfekten Hintergrund für ein abwechslungsreiches Konzert, das die Kasteler Musikanten ihrem um den Brunnen sitzenden Publikum bot. Als Solosängerin brillierte dabei Julia Döring.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“