Sie k ämpften um den Hammer: Ortsvorsteherin Tatiana Herda Muñoz und Dragonerchef Michael Licht. Foto: Helene Braun

HECHTSHEIM –Auf fünf Tage unbeschwerten Genuss blickte Hechtsheim bei der Eröffnung der Kerb auf dem Kerbeplatz an der Brausch, am Lindenplatz und in den beteiligten Höfen. Traditionsgemäß war der Musikzug der Dragonergarde mitsamt der aktuellen Kerbejugend Richtung Lindenplatz aufmarschiert, der Kerbebaum war aufgestellt. Das Fass stand bereit, als die frisch vereidigte Ortsvorsteherin Tatiana Herda Muñoz (SPD) mutig den Hammer hob und zuschlug: vielleicht etwas zu zärtlich, um das Fass zu öffnen, aus dem das Bier für den guten Zweck fließen und das die durstigen Kehlen laben sollte. Das dauerte Dragonerchef Michael Licht alles zu lange und kurzerhand mischte er sich in das Geschehen ein. Was folgte, war ein Handgemenge um den Besitz des Hammers, den die zierliche Politikerin gegen den Büffel nicht gewinnen konnte. Am Ende war es Schausteller-Sprecher Aldo Sottile, der es richtete und die Kerbejugend kann sich auf den Erlös freuen, der im nächsten Jahr verteilt wird. Kerbemutter und Kerbevater Katharina Nippgen und Benjamin Heidenreichhielten den Scheck des Erlöses vom Vorjahr parat, der an das Kinderhaus Falkensteiner Straße geht.

 

Luis Rodriguez und Dr. Petra Achenbach tanzten Salsa im
Christophorus-Hof zu
Gunsten der Kinderkrippe. Foto: Helene Braun

Über die Kerbejahrgänge, immer zwei, diesmal mit 25 Jugendlichen, wacht der Kerbeverein, gegründet vor zwei Jahren. Mitbegründer Patrick Hasemann, auch im Vorstand des Vereinsrings vertreten, sagte: „Wir haben jetzt fast 100 Mitglieder, ein Großteil davon sind Ehemalige, die ihre zwei Jahre als Kerbejugend hinter sich haben.“ Im vorigen Jahr noch hat Tatiana Herda Muñoz Wein trinkend bei der Eröffnung im Publikum gestanden, jetzt begrüßte sie die vielen Menschen mit den Worten: „Es ist mir eine Ehre, hier vor Ihnen als Ortsvorsteherin sprechen zu dürfen.“ Zur Lokalen Zeitung sagte sie über ihren Amtsantritt: „Es war ein Superstart, die Hechtsheimer haben richtig Lust, etwas auf die Beine zu stellen und ich habe schon viele Gespräche geführt.“Auf dem Festplatz gab es einiges zu entdecken: das sprechende Kinderkarussell von Aldo Sottile, einen Autoskooter und jede Menge Zucker-, Schieß-und Losbuden. Derweil war im Christophorus-Hof der Abend der evangelischen Kirchengemeinde bereits in vollem Gange. Bei großem Programm auf der Kleinbühne, darunter die Salsa-Tänzer Luis Rodriguez und Dr. Petra Achenbach, Bands, Trommler nund nicht zuletzt Niko Meurer und Dirk Loomans war der Spendenerfolg garantiert. Unter Organisation von Jürgen Witzig und Dr. Klaus Koser von der Fundraising AG für die Kinderkrippe galt es nun, für die Substanzerhaltung der Krippe zu sammeln. „Wir müssen Rücklagen bilden für die Renovierung“, erklärte Witzig, der den Abend auch moderierte.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.