: Zur Übergabe von drei Fahrzeugen trafen sich der Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzende und Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling, Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch, Stadtwerke-Vorstand Dr. Tobias Brosze, Dr. Sandra Schmidt, Geschäftsführerin der Mainzer Stadtwerke Vertrieb und Service GmbH, Caritasdirektor Stefan Hohmann sowie Stella Zapala vom Caritasverband Mainz e.V.

MOMBACH/MAINZ – Pflege und Dienstleistung am Menschen trifft auf moderne Mobilität. Noch ist unklar, wie sich dies im täglichen Leben für die Pflegedienste und Sozialisationen auswirken wird. Daher wagen die Mainzer Stadtwerke und Dier Caritasverband ein gemeinsames Experiment. Ein dreimonatiger Praxistest im Bereich der häuslichen Pflege soll Aufschluss bringen. Beide Partner wollen in den nächsten Monaten die Alltagstauglichkeit einer Elektromobilitäts-Flotte im Pflegedienst erproben.

Zur Übergabe von drei Fahrzeugen trafen sich der Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzende und Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling, Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch, Stadtwerke-Vorstand Dr. Tobias Brosze, Dr. Sandra Schmidt, Geschäftsführerin der Mainzer Stadtwerke Vertrieb und Service GmbH, Caritasdirektor Stefan Hohmann sowie Stella Zapala vom Caritasverband Mainz e.V. auf dem Parkplatz der Sozialstation Heilig Geist in Mombach.

Dr. Tobias Brosze sagte: „Wir machen das, weil wir uns als Unternehmensgruppe dem Thema Nachhaltigkeit und ökologisch sinnvoller Mobilität verpflichtet fühlen.“ Man arbeite auch an wasserstoffbasierten Antriebsmöglichkeiten, für die relativ kurzen Wege in der Stadt werde aber die Batterie-Elektrik die Lösung sein. Nur: Mit der E-Mobilität geht es insgesamt nicht so schnell voran, wie etwa OB Ebling sich das wünschen würde. „Wir haben 129.000 angemeldete Fahrzeuge in Mainz, davon sind lediglich 1.500 Elektrofahrzeuge.“

Dr. Eckart Lensch wies darauf hin: „Wenn wir uns demnächst alle zu Hause pflegen lassen wollen, haben wir ein Verkehrssegment geschaffen, das wir so nicht einkalkuliert haben und das viele Tonnen CO2 produzieren wird.“ Daher bezeichnete er das Pilotprojekt als ein „Stück Zukunftsschutz für unser Konzept ´ambulant vor stationär`“.

Gedanken zum Klimaschutz und dem Einsatz von elektrisch betriebenen Fahrzeugen macht sich auch die Caritas schon länger: „Wir haben uns bereits vor einigen Monaten als Pilotkunde für das von der RWTH Aachen entwickelte und speziell auf die Bedürfnisse von Pflegekräften abgestimmte Elektrofahrzeug ,eGo´ beworben und warten derzeit auf die Auslieferung der ersten Fahrzeuge“, erläuterte Caritasdirektor Stefan Hohmann.

Der Standort der Caritas in Mombach bot sich für den Praxistest aufgrund der guten Grundstücksvoraussetzungen zur Errichtung einer Ladeinfrastruktur an. Die Caritas und die Stadtwerke haben gemeinsam im Vorfeld des zunächst auf drei Monate angelegten Modellversuchs bereits eine Vorauswahl an Fahrzeugen getroffen, die für Fahrten rund um die häusliche Pflege im städtischen Bereich überhaupt in Betracht kommen. Die Erkenntnisse aus dem Caritas-Projekt sollen später für die Umrüstung weiterer Pflegedienste oder Fahrzeugflotten im kommunalen und caritativen Bereich zur Verfügung gestellt bzw. übertragen werden.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.