Die Fotos von Klaus Kleinfeller sind im Stadtteiltreff zu sehen. Foto: kga

GONSENHEIM – „Du kannst doch gar nicht fotografieren.“ Vielleicht mag es diese von ihm zitierte Stichelei seiner Ehefrau gewesen sein, die Klaus Kleinfeller zu seinem Hobby brachte. Als Scherz aber war dieser Kommentar mit Sicherheit gemeint, als sich der Gonsenheimer vor vier Jahren kurz vor einer Reise nach Südafrika eine Kamera zulegte. „Dort habe ich auf jeden Fall den Spaß und die Freude am Fotografieren entdeckt“, fasste er bei der Vernissage seiner ersten Ausstellung im Stadtteiltreff Gonsenheim zusammen. Hier war allerdings nicht das ferne Südafrika das Thema, sondern die Natur vor der Haustür, speziell die des Gonsenheimer Sands.

„Naturwunder“ ist die Ausstellung überschrieben. Und echte Perlen sind es fürwahr, die Kleinfeller mit seiner Systemkamera teils in Makro-Optik festgehalten hat. Beim Betrachten verliert sich der Besucher in den Bildern, fast meint man, den kleinen Schachbrettfalter, den Käfer oder die blaue Sternenblume anfassen zu können. Man ahnt den Windstoß, der die Blüte ins Schwingen versetzt, man hört das Trommeln des Schwarzspechts, sieht den Schmetterling im nächsten Moment aufsteigen.

Die Fotokunst Kleinfellers, der mit seinem Hobby einen erholsamen „Abstand zu seinem Arbeitsalltag im Autohaus“ findet, scheint sich schon im Vorfeld der Vernissage herumgesprochen zu haben. Es herrscht dichtes Gedränge im Stadtteiltreff, der seit 20 Jahren für die Bürger da ist. Und laut Stephan Hesping neben Sozialarbeit und Nachbarschaftshilfe als Angebot auch bis zu neun Ausstellungen im Jahr organisiert.

„Naturspion“ heißt eines der Bilder von Kleinfeller. Grashalme? Nur wer wirklich genau schaut erkennt die Wasserjungfer, die kleine Libelle hinter dem Halm. Lediglich ihre großen Augen und die Spitzen ihrer Füße schauen links und rechts des Grüns hervor. Es sind faszinierende Bilder, die Kleinfeller zu Preisen von 70 und 80 Euro anbietet. Der Erlös des ersten verkauften Bildes wolle er dem Treff spenden, sagt er.

Noch bis zum 5. September kann die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Stadtteiltreffs montags bis donnerstags zwischen 14 und 17 Uhr in der Straße Am Sportfeld 7G besucht werden.

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