Manche Dinge verändern sich mit medialer Bilderflut. Denn vielleicht haben Sie heute schon Ihr Schnitzel mit Gemüsebeilage verspeist? Mir macht es zunehmend weniger Spaß, desto mehr ich von der modernen Massentierindustrie verstehe. Zu viele grausame Bilder von überfüllten Ställen kreisen in meinem Kopf. Da freue ich mich, dass ich dem Metzger vor Ort noch mein Vertrauen schenken kann.

Es ist ja nicht so, dass ich die vielen Missstände, die nun nach und nach ans Licht kommen, akzeptiert hätte. Schlicht und ergreifend habe ich einiges nicht gewusst. Vielleicht geahnt. Das ist der Vorteil unserer unendlichen Informationsmöglichkeiten und des auch in der breiten Öffentlichkeit langsam erwachenden Bewusstseins für unsere Umwelt. Noch vor einigen Jahren war man als Spinner, als Öko verschrien, wenn man sich als Veganer outete. Heute kann jeder alles in allen Varianten. Und er ist informiert, kann nicht mehr sagen, er habe es nicht besser gewusst.

Die Strategie lautet nicht radikaler Verzicht. Vielleicht nur bewusster hinsehen und manche Gewohnheit überdenken, damit wir alle länger die Ressourcen unseres wunderbaren Planeten guten Gewissens genießen können.

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