Neue Sportdisziplin: das R(h)oischubsen beim Rheinuferfest. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

MOMBACH – Die Mombacher haben sich dem Rheinuferfest nicht entzogen. Ganz im Gegenteil. Das teilweise verregnete 12. Rheinuferfest hat an allen drei Tagen zahlreiche Besucher auf das Gelände der Kanufreunde Mainz angelockt.

Natürlich hatte der Sonntag, der Familien- und zugleich der sonnigste der drei Eventtage, die höchste Besucherzahl verzeichnet. Doch selbst am Samstag, dem Tag der Vereine, hatte der Regen die Stimmung nicht zu kippen vermocht. Bereits ab Nachmittag füllten sich die Bänke unter den Schirmen mit gut gelaunten Gästen.

Die Eröffnung übernahm da noch amtierenden Ortsvorsteherin Eleonore Lossen-Geißler (SPD) vor. Sie blicke mit Genugtuung auf die Entwicklung zurück, die das Fest genommen habe, deutete sie an. Wegen des Engagements der Vereine und des Orga-Teams, die Hand in Hand das Fest vorbereitet hatten, schaue sie beruhigt in die Zukunft. „Das Fest liegt in guten Händen.“ Lossen-Geißler gehörte einst mit dem früheren Vorsitzenden der Kanufreunde, Friedel Wernet, mit zum kleinen Kreis der Initiatoren, die das Rheinuferfest etablieren wollten: Als Ersatz für das Mombacher Straßenfest, das nicht mehr wieder zu beleben war.

In der Tat bot das 12. Rheinuferfest den Besuchern wieder etwas mehr. Beispielsweise die Mombacher Version des Schifferstechens, das „R(h)oischubse“. Den Spaß im Wasser – die Kämpfe zweier Kontrahenten, die jeweils auf zwei Booten auf dem Rhein stehend mit langen Lanzen sich aus dem Gleichgewicht ins Wasser zu stoßen versuchten – belustigte das Publikum auffallend. Aus dem Wettbewerb ging die Mannschaft der „Mombacher Wasserfuzzies“ siegreich hervor, die sich im nassen Finale gegen die „Mombacher Heckebongerts“ durchgesetzt hatten. Das erst am Vortag zusammengestellte Team räumte regelrecht ab.

Am Familientag stürmten Kinder und Erwachsene die Spiel- und Festwiese. Sie applaudierten dem Bühnenprogramm: toll der Auftritt der Gruppen vom Mombacher Turnverein, beispielsweise von „Got2Move reloaded“ mit Ausschnitten aus der getanzten Eigenproduktion über „Ophilias Reise um die Welt“. Enthusiastisch klatschte das Publikum bei der Zumba-Darbietung und dem Bollywoodtanz der Gruppe „Jalila“.

Auf den Sitzplätzen und den Stehtischen vor der Bühne ließ sich das Publikum bei Leckereien, Wein oder einem kühlen Glas Bier gut gehen. Die Nähe zum Vater Rhein verlockte die Kinder zum Planschen, andere Kids nutzten die Gelegenheit zum betreuten StandUp Paddling. Längere Warteschlangen bildeten sich vor dem Becken mit den Riesenwasserbällen beim AquaZorbing.

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.