Daniel Köbler ist jetzt offiziell neuer Ortsvorsteher des Stadtteils Oberstadt. Foto: Ralph Keim

OBERSTADT – Der neu gewählte Ortsbeirat hat sich konstituiert. Dabei verpflichtete Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) nicht nur die neuen Mitglieder. Er vereidigte auch Daniel Köbler (Grüne) als neuer Ortsvorsteher. Für die jetzt ehemalige Ortsvorsteherin Ursula Beyer (SPD) hatte der OB eine hohe Auszeichnung parat.

Nach der Kommunalwahl vom 26. Mai setzt sich der Ortsbeirat der Oberstadt wie folgt zusammen: Grüne 4 Sitze, CDU 3 Sitze, SPD 2 Sitze sowie AfD, ÖDP, FDP und Linke jeweils 1 Sitz. Die Kommunalwahl hat die Grünen mit mehr als 32 Prozent (+ 7,9 Prozent) zur stärksten Fraktion, die CDU (- 8,5 Prozent) und die SPD (- 6,4 Prozent) zu den großen Verlierern gemacht.

In der hochspannenden Wahl um das Amt des Ortsvorstehers setzte sich Daniel Köbler hauchdünn mit 50,2 zu 49,8 Prozent gegen Myriam Lauzi (SPD) durch. „Ich freue mich auf das Amt und möchte das Beste aus diesem wunderbaren Stadtteil herausholen“, sagte Köbler nach seiner Vereidigung. Er hoffe, dass sich der bekannte und bewährte Konsens zwischen den Fraktionen auch in der neuen Legislaturperiode fortsetzen werde.

Die frühere Ortsvorsteherin Ursula Beyer bekam für ihr Engagement die Gutenberg-Statuette überreicht. Foto: Ralph Keim

Für Ursula Beyer, die nicht mehr angetreten war, gab es für ihr zehnjähriges Engagement als Ortsvorsteherin der Oberstadt die Gutenberg-Statuette. Sie habe immer einen besonderen Blick für ihren Stadtteil gehabt, führte Ebling vor der Ehrung aus. „Und als Ortsvorsteherin hat sie stets die richtigen und passenden Worte gefunden.“ Zudem habe sie ein offenes Ohr für die Vereine und Verbände der Oberstadt gehabt.

Die frühere Ortsvorsteherin selbst nannte etliche Projekte, die sie während der beiden Amtszeiten begleitet habe und die sie begleitet haben: darunter die Umgestaltung der Gfz-Kaserne und das Ausweisen von Anwohnerparken-Gebieten. „Gerade dazu mussten wir einige dicke Bretter bohren.“

Eine große Herausforderung sei die Bewältigung der Flüchtlingskrise gewesen. Aus den Diskussionen heraus habe sich die ökumenische Flüchtlingshilfe gebildet. Glücklich zeigte sich die ehemalige Ortsvorsteherin, dass der Bau eines Flüchtlingsheims von den Bürgern mitgetragen worden sei.

Zu den ausgeschiedenen Ortsbeiratsmitgliedern zählte auch Hans-Wilfried Zindorf (SPD), der für sein ebenfalls langjähriges Engagement von OB Ebling die Ratsmedaille erhielt.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“