Sebastian Bienefeld vom Junior-Team des MSC Finthen imToyota Corolla E11. Nach dem Rennen reichte es für Platz 47 in der Gesamtwertung. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

FINTHEN – Einmal im Jahr lässt der Motor-Sport-Club (MSC) Finthen seine PS-Muskeln spielen. Dann grollen auf dem Flugplatz die Motoren gefolgt vom Reifenquietschen. Dann ist die Zeit für den Flugplatz-Slalom gekommen.

Die Veranstaltung lockte Spezialisten der kontrollierten Geschwindigkeit aus ganz Deutschland angelockt. An zwei Tagen wetteiferten 200 Fahrer beim 38. (Samstag) und 39. (Sonntag) Mainzer ADAC Flugplatz-Slalom um die beste Zeit. Auf der knapp zwei Kilometer langen Strecke wurden die ADAC-Mittelrhein Rheinlandpfalz Meisterschaft (ab 1000 Meter), sowie der Rhein-Neckar Slalom Pokal 2019 und die ADAC Slalom Meisterschaft Süd West ausgetragen.

„Vom Fiat 850, über NSU TT bis zu aktuellen Smart-Modellen ist alles dabei gewesen“, so der Vorsitzende von MSC, Wolfgang Walter. Der Verein habe für das Rennwochenende zwei eigene Junior-Teams aufgestellt: „Eines mit einer 17-Jährigen, einem 18-Jährigen und einem bald 19 Jahre alten Fahrer am Steuer“, zählte Walter mit einem Lächeln auf. Auch sein Sohn Daniel war dabei. Mit Daniel Walter gingen im Junor-Team Tanisha Altenhofen und Sebastian Bienefeld im schwarzen Toyota Corolla E11 auf die Strecke.

„Saugut“ gehe es ihr, sagte die junge Frau nach dem Rennen. Den Ärger über die umgefahrenen Pylonen – im ersten Durchgang zwei, im zweiten einen – wollte sie nicht verbergen. „Im Auto dachte ich, das kann jetzt nicht wahr sein. Aber wenn du zu viel Gas gibst und das Auto nicht unter Kontrolle hast, dann passiert sowas.“

Solchen Erfahrung zu sammeln, darauf sei die Arbeit im Nachwuchsbereich ausgerichtet, meinte der Vorsitzende des MSC. Es sei besser, hier auf der Wiese schnell zu fahren, als irgendwelche Straßenrennen in der Stadt zu veranstalten. Angst, ihre Kinder ins Rennauto steigen zu lassen, haben weder Walter noch die Eltern von Tanisha. „Ich selbst fahre Rennen“, sagte deren Vater. „Im Slalom ist sie bereits besser als ich.“

Der Zusammenhalt im Junior-Team funktioniere top, ergänzte die junge Dame abschließend. Von den Team-Kollegen erntete sie Lob. „Tanischa steigert sich von Mal zu Mal“, so Daniel Walter. „Jetzt werden sie sich erstmal um den Toyota kümmern.“ Der Wagen kommt in die Werkstatt. Bald steht das nächste Rennen an.

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.