Bürgermeister Günter Beck zeichnete Karin Trautwein mit der Gutenberg-Statuette aus. Foto: Oliver Gehrig

HAMÜ – Mit der Gutenberg-Statuette wurde jetzt Karin Trautwein (CDU), die langjährige Ortsvorsteherin von HaMü, bei ihrer Verabschiedung vor rund 100 Gästen in der Turnhalle der Martin-Luther-King-Grundschule ausgezeichnet. „Es ist mir eine besondere Ehre, dass ich diese Verabschiedung übernehmen darf“, sagte Bürgermeister Günter Beck (Grüne), der Trautwein als „allseits beliebte Ortsvorsteherin“ bezeichnete. „Sie wissen, was die Menschen in HaMü umtreibt“, sagte er zu Karin Trautwein. „Sie sind auf die Menschen zugegangen und haben sehr genau hingehört.“ Die Ortsvorsteherin habe sich für ein friedliches Zusammenleben, den Erhalt der Einkaufsmöglichkeiten, eine gute Verkehrsanbindung, die Schaffung von Wohnraum, ein reges Vereinsleben und eine Nachverdichtung mit Augenmaß eingesetzt. „Sie waren eine Ortsvorsteherin, die sich kümmert“, lobte Beck und erwähnte ihre Beteiligung am neu geschaffenen Weihnachtsmarkt in HaMü, am inzwischen eingeschlafenen HaMü-Fest und an der Erstürmung der Ortsverwaltung in der Fastnachtszeit.

„Ich danke für zehn schöne und interessante Jahre“, sagte Karin Trautwein, die auch Mitglied des Stadtrates war. „In den Jahren ist ein vertrauensvolles und freundschaftliches Verhältnis entstanden.“ Sie habe fünf Lehrjahre im Ortsbeirat verbracht, ehe sie zur Ortsvorsteherin gewählt wurde. „Wir haben in zehn Jahren 4000 Einwohner dazugewonnen“, betonte Trautwein. „Dadurch ist auch die Verkehrsproblematik entsprechend gestiegen.“ Eine maßvolle Nachverdichtung sei ebenso wichtig wie gutes Wohnen, die Sicherstellung von Einkaufsmöglichkeiten und von Spielmöglichkeiten für Kinder sowie ein funktionierendes Gemeindeleben. Wichtig sei gewesen, dass die drohende Schließung der Ortsverwaltung abgewehrt werden konnte, resümierte Trautwein. „Wir haben es geschafft, den Service für die Bürger zu verbessern.“ Die ehemalige Ortsvorsteherin dankte den Mitgliedern des Ortsbeirates, dem Verdelsbutze, den Stadtteilhelfern und dem Hausmeister für die Zusammenarbeit. Sie wünschte ihrer Nachfolgerin Christin Sauer (Grüne) eine glückliche Hand als Ortsvorsteherin.

„Du hast uns alle Hürden aus dem Weg geräumt“, lobte Vereinsringsvorsitzende Helga Bliwier die Christdemokratin. Im Anschluss gab es ein kaltes Buffet für die Gäste, darunter die aktuellen und ehemaligen Ortsvorsteher Herbert Schäfer (Finthen), Gerhard Strotkötter (Laubenheim), Franz Jung (Hechtsheim), Ralf Kehrein (Weisenau) und Dr. Eleonore Lossen-Geißler (Mombach).

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.