Ministerpräsidentin Dreyer leistete OB Ebling bei seiner Nominierung zum OB-Kandidaten Schützenhilfe. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Oberbürgermeister Michael Ebling ist jetzt offiziell Kandidat der SPD für die Wahl des Oberbürgermeisters am 27. Oktober. Mittwochabend nominierte die Mainzer SPD-Basis den Amtsinhaber offiziell und das mit einer überwältigenden Mehrheit von knapp 95 Prozent.

Eblings Vor-Vorgänger Herman-Hartmut Weyel. Foto: Ralph Keim

Die Nominierung ging ganz locker bei Wein, Bier und Bratwurst im Innenhof des Landesmuseums über die Bühne. Unterstützung bekam Ebling von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Sozialdemokratin stimmte die Genossen voll des Lobes über den Amtsinhaber auf den jetzt beginnenden OB-Wahlkampf ein, der allerdings kein einfacher werde. Denn mit dem von der CDU unterstützten OB-Kandidaten Nino Haase (parteilos) und der Bundestagsabgeordneten Tabea Rößner (Grüne) haben sich die beiden aussichtsreichsten Mitbewerber bereits in Stellung gebracht. Hinzu kommt Martin Ehrhardt (Die Partei) als vierter Kandidat.

Eblings Wahlkampf steht unter dem Motto „Auf in die zweite Halbzeit als Mainzer Oberbürgermeister“. Sein Wahlprogramm hat selbstverständlich soziale Schwerpunkte: sozialer Zusammenhalt und soziale Gerechtigkeit gehören zu den Schlagworten. Auch den Klimaschutz betonte Ebling in seiner Rede vor der Abstimmung. Mit der Entsiegelung von allein 400000 Quadratmetern an Schulhöfen können grüne Oasen geschaffen werden, so Ebling, der sich außerdem für einen Ausbau des ÖPNV einsetzen will. Zu den Diskussionen um einen neuen Stadtteil unterstrich Ebling, dass die Alternative, nämlich die Nachverdichtung, mehr und mehr an ihre Grenzen gerate.

Die Mainzer SPD-Basis schickte Ebling mit knapp 95 Prozent ins Rennen. Foto: Ralph Keim

Zudem präsentiert sich der amtierende OB als Mainzer durch und durch – beseelt von „dieser tollen Stadt“, in der Rassismus kein Platz habe. Smartphone und „analoge Meenzer Gemütlichkeit“ seien kein Widerspruch. In seiner Rede plädierte Ebling für das Label „Made in Meenz“ und für einen „Nachtkulturbeauftragten“, der zwischen den Interessen vermitteln soll.

Michael Ebling (52) wurde am 25. März 2012 zum Oberbürgermeister und damit zum Nachfolger des in zwischen verstorbenen Jens Beutel gewählt. Zuvor amtierte er 1995 bis 2002 als Mombacher Ortsvorsteher, 2002 bis 2006 als Mainzer Sozialdezernent, danach bis zu seiner OB-Wahl als Staatssekretär der rheinland-pfälzischen Landesregierung.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“