Zusammen mit v.l. Ilonka Happel, Tochter Alessia, Wolfgang Stiren vom Jugendamt und Dezernent Eckart Lensch durften die Kinder auch vom Obst kosten. Foto: Helene Braun

MARIENBORN –Längst nicht nur Äpfel gibt es bei Appel Happel. Die Auswahl ist riesengroß auf dem Obsthof. Doch wie funktioniert ein solcher Betrieb? Da gab es viel zu erfahren und viel zu verkosten für rund die 15 Ferienkartenkinder und auch für Jugenddezernent Eckart Lensch. Die Apfelpresse kannte er schon. Ilonka Happel erklärte den Kindern professionell und doch kindgerecht, was es mit Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Kirschen, Johannisbeeren und gerade jetzt den Pfirsichen, Aprikosen und Mirabellen auf sich hat und wie man sie erkennt. Nicht bei allem waren sich die Kinder sicher. Ganz locker wurde der Platz gewechselt und aus dem Kreis heraus begaben sich alle an einen überdachten Tisch, wo Tochter Alessia die zerteilten Früchte anbot. Bevor es an den Rundgang über den Betrieb ging, in die Halle, die Obstfelder und den Bauernladen, tat Ilonka Happel noch ein paar Regeln kund: Die bunten Blumen auf dem Blühstreifen darf man nicht pflücken, denn sie sind Nahrung für die Bienen und das Tomatenhaus ist tabu, denn das Fruchtgemüse ist sehr empfindlich. Dennoch: Die eigene Ernte durfte nicht fehlen.

Ilonka Happel gab Erläuterungen zum Apfelbaum während der Jahreszeiten, zu den Entwicklungsstufen des Apfels sowie den Weg vom Apfel zum Saft. Den durften die Sechs-bis Zehnjährigen selbst frisch pressen und in eine Flasche abfüllen. Ehrensache, dass das Etikett von den Kindern selbst gestaltet wurde und die passende Stofftasche gleich dazu, in der sie ihre Ernte nach Hause tragen konnten. Jugenddezernent Lensch, der vor wenigen Tagen bereits eine Zwischenbilanz zur Ferienkarte gezogen hatte (wir berichteten), zeigte sich beeindruckt vom Appel Happel-Erlebnisvormittag wie auch vom Zuspruch,den die Ferienbetreuung auf dem Ziegeleigelände im benachbarten Bretzenheim erfahren hat. Viele seien nicht zum ersten Mal dabei gewesen.Im nächsten Schritt gehe es um die Auswertung der Feedbacks der Kinder und Jugendlichen, die auf diesem Wege an der Ausgestaltung der Ferienkarte 2020 beteiligt seien, hob Lensch hervor. Als Anreiz zum Mitmachen gibt es Freikarten für das Kindertheaterfestival oder Gutscheine für die Ferienkarte 2020 zu gewinnen.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.