Geschützt im Rhein: Die Teilnehmer des Stromschwimmens der DLRG Ingelheim. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

INGELHEIM – Unbeaufsichtigtes Schwimmen im Rhein kann tödlich enden, unter sicheren Umständen aber einen Heidenspaß bedeuten, wenn rundum erfahrene Retter in Booten alles im Wasser beaufsichtigen. Wie zuletzt beim Stromschwimmen von Ingelheim, zu dem die DLRG eingeladen hatte. Von rund 15 Booten aus schauten die Retter nach der Sicherheit der Schwimmer. Das Stromschwimmen zwischen Heidenfahrt und der DLRG-Station, knapp drei Kilometer flussabwärts, hat viele Fans in der Region. 2017 hat die DLRG die Anmeldungsliste beim 400. Teilnehmer dichtgemacht, 2018 folgte die Absage für die Veranstaltung. „Einfach entspann schwimmen“, das war der Wunsch von fünf Freunden aus Ingelheim: Jona (17 Jahre alt), Noah (12), Elia und Matz (beide 15). Mit ihnen stürmten erneut 401 Schwimmer jeglichen Alters den Anmeldungsposten in Heidenfahrt. Kurz nach zehn Uhr war der Sandstrand von Heidenfahrt gedrängt voll. Die Teilnehmergebühr von acht Euro beinhaltete den Transport der Kleidung zum Zielort und eine stärkende Suppe.

Auch ein Rückfahrtdienst nach Heidenfahrt stand zur Verfügung. „Wir haben eine optimale Wassertemperatur“, lautete die beste Nachricht der Organisatoren vordem Startschuss. „Ich bitte Sie zunächst Richtung Strommitte raus zu schwimmen.“ Auf diese Weise sollten die Bootsanleger sicher umgangen werden. „Die Rettungsboote geben Ihnen die äußere Begrenzung vor.“ Das Stromschwimmen war hiermit eröffnet. Ab ins kühle Wasser ging es: mal gemächlich, mal stürmisch. Die allermeisten Teilnehmer ließen sich vom Flussstrom treiben, was am behaglichsten wohl auf der Luftmatratze, die ein Einhorn nachahmte, vonstatten ging. „Das Stromschwimmen verlief ohne Zwischenfälle. Wir haben positives Feedback von den Teilnehmern und den Helfern erhalten“, teilte der Pressesprecher der DLRG-Ingelheim im Anschluss mit. Den Lebensrettern aus Ingelheim standen zur Seite die Kollegen der DLRG aus Mainz, Mittelrhein, Nackenheim, Oppenheim und dem Rheingau zur Seite, außerdem die Wasserschutzpolizei, die Mainzer Johanniter und das Technische Hilfswerk aus Bingen. Was insgesamt 130 Helfer bedeutete: 50 auf Booten, 50 im Wasser und 30 an Land. Der älteste Schwimmer übrigens, der genau wie alle anderen das Ziel heil erreichte, war 86, die jüngste Schwimmerin fünf.

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.