Die Sicherheitsberater Norbert Liebeck (li.) und Rita Markgraf sind mit Ortsvorsteher Gerd Strotkötter in engem Kontakt. Foto: Helene Braun

LAUBENHEIM – Um dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis gerade älterer Menschen zu entsprechen, entstand das Projekt der Sicherheitsberater innerhalb des „Kommunalen Präventivrates“. So stehen in Laubenheim Rita Markgraf und Norbert Liebeck dieser Klientel im unmittelbaren Lebensumfeld als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Senioren-Sicherheitsberater sind geschult, Gefahrenpotentiale bei Ratsuchenden zu erkennen, gezielte Verhaltensempfehlungen zu geben oder in konkreten Gefahrenmomenten den schnellen Kontakt mit den zuständigen Stellen der Stadtverwaltung oder der Polizei herzustellen sowie auftretende Probleme zu lösen.

Unabhängig vom Verteilen der Broschüren, den Infoveranstaltungen mit konkreten Hinweisen und Tipps, sich vor Betrug oder Einbruch zu schützen, haben Rita Markgraf und Norbert Liebeck noch weitere Ideen entwickelt, etwa wie sich Menschen bei einem direkten Übergriff verhalten sollen. Kooperationen mit Polizeisportverein und dem Turnverein (TVL) wollen sie im nächsten Jahr ein Projekt mit Sicherheitstraining und zur Selbstverteidigung angehen.

Doch lauern noch mehr Gefahren als die, die von anderen Menschen ausgehen. So ist ihnen in der Rüsselsheimer Allee eine Gefahrenstelle in der Nähe des Seniorenzentrums aufgefallen. Die Querung der Straße in Nähe der Bushaltestelle gestaltet sich holprig, insbesondere, wenn man mit einem Rollator unterwegs ist. Hier haben sie einen Antrag zur Verbesserung der Situation gestellt und werden sich dazu Im Oktober mit dem Behindertenvertreter der Stadt Mainz und dem Stadtplanungsamt vor Ort treffen, um die Möglichkeiten auszuloten. Auch am Ärztehaus sehen sie die Notwendigkeit eines Zebrastreifens.

Dieter Kretschmer, bislang der Dritte im Bunde und viele Jahre aktiv, hat sich von seinem Amt aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen. Rita Markgraf sagte: „Wir sind aber dennoch mit ihm in Kontakt und er steht uns gerne wenn nötig mit einem Rat zur Seite.“ Wer Interesse hat, ebenfalls mitzuarbeiten, kann beim Präventivrat nachfragen.

Der „Kommunale Präventivrat“ der Stadt Mainz (KPR) und das Mainzer Polizeipräsidium haben bis jetzt über 40 Seniorinnen und Senioren als „Sicherheitsberater“ ausgebildet. In jedem Stadtteil ist mindestens eine Sicherheitsberaterin oder ein Sicherheitsberater eingesetzt.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.