MAINZ – Vor dem Hintergrund der Diskussion um Plastik-Granulat auf Kunstrasenplätzen warnt die CDU vor Schnellschüssen. Kunstrasenplätze sollen nicht kurzfristig stillgelegt werden. Stattdessen fordern die Christdemokraten eine längere Übergangsfrist über das Jahr 2022 hinaus. Der jüngste Vorstoß aus Brüssel in Sachen Umweltschutz könnte auch in Mainz Auswirkungen auf den Amateursport haben. Dass die Länder Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bei neuen Genehmigungen von Kunstrasenplätzen bereits reagiert haben, ist für Norbert Solbach, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU, eine erfreuliche Nachricht im Umweltbereich: „Kein umweltschädliches Plastik-Granulat auf neuen Kunstrasenplätzen mehr zu genehmigen, ist ein guter erster Schritt.

Der zweite darf jedoch nicht darin bestehen, alte Plätze stillzulegen und den Sportbetrieb in Mainz einzustellen. Hier müssen Übergangsfristen eingeräumt werden.“ Laut Solbach solle die Stadt Mainz zeitnah Alternativmethoden vorstellen und die Fragen der zukünftigen Gestaltung der Sportplätze klären. Bei den Überlegungen solle in jedem Fall auch der Stadtsportverband eingebunden werden. Auch der Fraktionsvorsitzende der CDU Hannsgeorg Schönig spricht sich für eine umsetzbare Regelung aus: „Die Umstellung darf nicht zu Lasten des Sports oder unserer Kinder gehen. Eine Sperrung der Plätze ohne Alternativangebote wäre ein Desaster für den Schul- und Vereinssport. Wir sind gegen generelle Verbote, sondern für politische Lösungen mit Augenmaß.“

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