Am Samstag begeisterten unter anderem die Wasserski-Vorführungen. Foto: Ralph Keim

BUDENHEIM – Seit dem Jahr 1019 gibt es nachweislich eine Fährverbindung von Walluf nach Budenheim und umgekehrt. Es war eine Schenkung von Graf Drutwin II., ausgestellt im Jahr 1019zurück, der dem Kloster Bleidenstadt einen Hof zu Geisenheim mit dem „Färcherrecht“ (Fährrecht) zu Walluf verpfändete, dem sein Bruder Graf Embricho zustimmte. Damit ist belegt, dass es bereits im Jahr 1019 eine Fährverbindung vom rechtsrheinischen Wallufzum linksrheinischen Budenheim gab. Der Rheingau, somit auch Walluf, gehörte zum Territorialgebiet des Mainzer Kurfürsten, Budenheim unterstand dem Altmünsterkloster in Mainzbis zum Jahr 1563. Das Altmünsterkloster trat 1563 das Dorf Budenheim mit allen Rechten und Pflichten an das Kurfürstentum Mainz ab, somit gehörte das linksrheinische Budenheim bis zur Auflösung des Kurfürstentums im Jahr 1801/1803 zum Rheingau.

So sieht die Fährverbindung der Gegenwart aus. Foto: Ralph Keim

Dieses mit Sicherheit seltene Jubiläum wird an zwei Tagen am Budenheimer und am Wallufer Rheinufer gefeiert. Und im Mittelpunkt steht selbstverständlich die Fähre, die an beiden Tagen kostenlos zwischen beiden Kommunen rechts und links des Rheins verkehrt – also auch am heutigen Sonntag, 21. Juli. Mit Ständen für Essen und Getränke ist an beiden Rheinuferseiten für Geselligkeit bestens gesorgt. Und zahlreiche Mitmachangebote und Vorführungen sorgen dafür, dass auch Action geboten wird – am Samstag beispielsweise mit Wasserski. Acht Budenheimer und vier Wallufer Vereine übernehmen nicht nur die Bewirtung am Rheinufer, sondern tragen auch zur Programmgestaltung bei. Am heutigen Sonntag verkehrt die Fähre bis 23.30 Uhr. Um 10.30 Uhr öffnen die Stände. Ab 14 Uhr sorgt die TG Budenheim für ein Kinderprogramm, ab 15 Uhr zeigen die Feuerwehren ihre Einsatzbereitschaft auf dem Rhein. Erster optischer Höhepunkt wird ab 19 Uhr der Schiffskorso sein, ein weiterer Höhepunkt, aber auch Schlusspunkt dann gegen 22.30 Uhr das Feuerwehr auf dem Rhein .

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“