MAINZ – Verspätete Züge, lange Wartezeiten an Bahnsteigen und auf Gleisen sind für Fahrgäste nicht nur ein Ärgernis, sondern insbesondere für Berufspendlerinnen und -pendler sowie für die auf den Schienenverkehr angewiesenen Schulpflichtigen und Studierenden ein erhebliches Hindernis im Alltag. Bereits seit Jahren sorgt die Problematik auf der Strecke zwischen Mainz, Alzey und Kirchheimbolanden für Diskussionsstoff in den politischen Gremien.

Geschlossen richteten jüngst die Landräte Ernst Walter Görisch (Alzey-Worms), Rainer Guth (Donnersbergkreis), Landrätin Dorothea Schäfer (Mainz-Bingen) und der Oberbürgermeister Michael Ebling (Mainz) ihr Anliegen an das Land Rheinland-Pfalz und betonten dabei die dringende Notwendigkeit eines zweigleisigen Schienenausbaus.

In dem Schreiben an Verkehrsminister Volker Wissing forderten sie von der Landesregierung und dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd die frühzeitige Entwicklung eines entsprechenden Ausbaukonzeptes, um zumindest eine anteilige Realisierung spätestens für den Rheinland-Pfalz-Takt 2030 herbeiführen zu können.

„Im Rahmen der anlaufenden Arbeiten zum Projekt Rheinland-Pfalz-Takt 2030 wird das Land das derzeitige Angebot überprüfen und auf der Basis gemeinsam mit der Region ent-scheiden, wie ein zukünftiges Ausbaukonzept aussehen kann“, stellt nun Wissing in seinem an die betroffenen Kommunen gerichteten Antwortschreiben in Aussicht. Denkbar und nach Auffassung des Verkehrsministers auch zielführend sei mit Blick auf die Investitionskosten der zweigleisige Ausbau der Strecke in Etappen. Eine Option, die auch die Verantwortlichen der Kommunen begrüßen, um Verspätungen deutlich eingrenzen, Zusatzleistungen anbieten und die Flexibilität der Fahrplananpassungen steigern zu können.

Auch das Land sehe den weiteren Ausbau sowie eine Elektrifizierung der Strecke Mainz-Alzey grundsätzlich als sinnvoll an – und das gerade auch aufgrund der guten Nachfrage.

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