FINTHEN – In sich geschlossen, mit Maulbeerbäumen geschmückt und einem Rosenbogen als eigenem Zugang: Die 2014 eingeweihte Kolumbarienanlage auf dem Friedhof ist nicht nur optisch außergewöhnlich. Sie ist mittlerweile auch fast vollständig belegt. Dementsprechend wurde sie jetzt erweitert. Wobei der Begriff gespiegelt eher treffen würde.

„In Gestaltung, Ausstattung, Ambiente sind die alte und die neue Anlage sind völlig deckungsgleich“, beschreibt Jeanette Wetterling. „Steht man dazwischen, kann tatsächlich der Eindruck entstehen, in einen Spiegel zu blicken“, so die Vorstandsvorsitzende weiter. „In einen Spiegel der Erinnerung und des Gedenkens.“

Tatsächlich sind durch die Erweiterung 88 zusätzliche Urnenkammern entstanden. Da jede Kammer Platz für zwei Urnen bietet, wurden so bis zu 176 neue Beisetzungsmöglichkeiten geschaffen. Doch das ist noch nicht alles. „Wir können erstmals in Finthen jetzt auch Baumgräber anbieten“, verrät Sebastian Trüb, Abteilungsleiter Friedhof und Bestattung. „Dafür haben wir entlang des Wegs, der die beiden Kolumbarienteile verbindet, vier Kupferfelsenbirnen gepflanzt.“ Jeweils acht Grabstätten finden unter einem der Bäume Platz, insgesamt also 32.

Urnen- und Baumgrabstätten werden ausnahmslos als Wahlgräber angeboten. Das heißt, für die Dauer von 30 Jahren mit der Option, das Nutzungsrecht zu verlängern. Und man kann sie zu Vorsorgezwecken erwerben. „Möglich ist das übrigens ab sofort“, so Trüb.

Im Detail: 32 Baumgräber und 88 Urnenkammern; Verschlussplatten der Kolumbarien aus bergischer Grauwacke; Baumgräber mit Kupferfelsenbirnen bepflanz; Baukosten ca. 180000 Euro; Nutzungsgebühr: 1877 Euro (Kolumbarien), 2263 Euro (Baumgrab).

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