Die Kerbejugend weiß, wie man Stimmung macht, die jungen Leute hatten alle Hände voll zu tun. Foto: Helene Braun

EBERSHEIM – Die Weingüter und Höfe findet man in den Straßen rund um den Festplatz im Ortskern, ein paar Meter in die eine, vielleicht 200 Meter in der andere Richtung, auf dem Berg in der Harxheimer Straße und in der Römerstraße. Und wenn in Ebersheim das „Weinfest im Dorf“ gefeiert wird, kommen die Menschen aus dem Stadtteil und der Umgebung, ob es regnet oder nicht.

Die zweite Weinbergsrundfahrt des Abends startete an der Gutsschänke Nauth. Foto: Helene Braun

Als prominenter Eröffnungsgast gab sich Ellen Keib, die rheinhessische Weinprinzessin aus der Nachbargemeinde Zornheim, die Ehre. Am Freitag eröffnete sie das Fest zusammen mit Ortsvorsteher Matthias Gill und Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz. Doch als der Sturm einsetzte und Regen brachte, leerten sich die Höfe oder füllten sich erst gar nicht richtig, für die sechs teilnehmenden Winzer ein Verlust. Die Landfrauen boten Kuchen und ein Rundgang mit der Weinprinzessin startete am Montag.

Sich treffen, genießen, Spaß haben und gute Gespräche führen lautete das Motto in den Höfen. Foto: Helene Braun

Dafür schien am Samstag die Sonne um 20 Uhr, als der Abendrun einsetzte. Winzer Michael Nauth hätte eigentlich mehr als zwei Hände hinter der Theke in der heimischen Gutsschänke gebraucht trotz der vielen Helfer. Hier saßen die Gäste dicht beieinander und kosteten nicht nur vom Wein, sondern ließen sich auch die schmackhaften Spezialitäten nicht entgehen. Nauth sagte: „Zum Glück hat der Regen jetzt rechtzeitig aufgehört, sodass wir unser schönes Weinfest genießen können.“ Vor der Tür startete gerade eine der Weinbergsrundfahrten, die Winzer Nauth anbot, und für die Kinder gab´s Traktorfahrten.

Jedes der Weingüter hatte sich etwas Besonderes ausgedacht wie etwa das Weingut Becker in der Römerstraße mit der Fotoausstellung zu „50 Jahre Eingemeindung“ des Dorfes in die Rheinland-pfälzische Hauptstadt Mainz. Neuigkeiten aber gab es insbesondere von der Kerbejugend, die ihren Stand direkt auf dem Festplatz aufgebaut hatte, wo auch die Schausteller Süßigkeiten anboten.

Die Kerbejugend hat in diesem Jahr erstmals zwei Kerbejahrgänge zusammengelegt, wobei die Anfänger von den bereits Erfahrenen profitieren können. Jannik Jungbluth sagte: „Dann müssen wir nicht immer von vorne beginnen, sondern können auf dem erworbenen Wissen aufbauen.“ Nicht nur an der Kerb, auch beim Weinfest sind die jungen Leute immer vertreten. Zusammen mit dem zur Unterstützung neu gegründeten Kerbeverein sollte hier die nähere Zukunft gesichert sein. Jungbluth fand, der Regen am Eröffnungsabend habe der guten Stimmung keinen Abbruch getan. „Wir hatten noch lange bis in die Nacht geöffnet.“

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.