IGS Oppenheim erhält Auszeichnung „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Foto: IGS Oppenheim

OPPENHEIM – Bunte Luftballons als Symbol für Vielfalt steigen in den Himmel. Ein Bild, das für all das steht, wofür sich die Integrierte Gesamtschule (IGS) Oppenheim einsetzt – Respekt und Toleranz. Jetzt darf sich die Schule offiziell „Schule ohne Rassismus — Schule mit Courage“ nennen. Jetzt erhielt die Schule das Prädikat von der Landeszentrale für Politische Bildung und gehört damit zu einer von rund 150 Schulen in Rheinland-Pfalz, die diesen Titel trägt. „Andersartigkeit ist ein hohes Gut“, erklärte dabei Schulleiter Siegfried Käufer. Vor knapp zwei Jahren startete das Projekt, das von der Schülervertretung angestoßen wurde. Gemeinsam mit Kollegium und Schulleitung wurden daraufhin die Themen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt intensiv behandelt. Für die Auszeichnung galt es, bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen: Es mussten zum Beispiel Unterschriften für eine Selbstverpflichtungserklärung gesammelt werden.

Mindestens 70 Prozent der Schulgemeinschaf musste bestätigen, gegen jede Form von Diskriminierung einzutreten – sowohl im Schulalltag als auch im Privaten. „Wir wollen uns gegen Ausgrenzung und für Toleranz positionieren“, betont der Schulleiter. Zudem wurden nachhaltige Aktivitäten und Initiativen für ein respektvolles, friedliches Zusammenleben entwickelt. In der Oppenheimer IGS wurden etwa Plakate entworfen und eine Lichteraktion zu Weihnachten durchgeführt. Mit zahlreichen Teelichtern wurde das Wort „Courage“ in den Schnee gesetzt. Auch das Umwerfen einer mit Vorurteilen beschrifteten Mauer aus Kartons zählte zu den Projekten. Zum Konzept gehört darüber hinaus, einen geeigneten Paten zu finden, der das Engagement und die Werte der Schule dauerhaft unterstützt. Dieser wurde auch schnell gefunden: Kabarettist und Musiker Tobias Mann.

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