Die Varietétänzerin Margot Olschinsky (Ossi Oswalda) mit Damenband. Foto: DFF

INGELHEIM – Den Auftakt des diesjährigen FilmMusikFestivals, das vom 8. bis 10. November stattfindet, wird am 8. November um 20 Uhr eine Kino-Varieté-Veranstaltung in der kING Kultur- und Kongresshalle machen, mit welcher das Flair der großen Filmpaläste wiederaufleben wird. Kino Varieté ist eine beschwingte Film-Show, die den Zauber des frühen Kinos mit Musik, Gesang und Akrobatik erleben lässt. So vielseitig muss man sich jedenfalls das Angebot in den Filmpalästen der 1920er Jahren vorstellen. Vor dem Hauptfilm gab es eine Bühnenshow mit Schlagern der Zeit und Live-Acts, dazu Wochenschau und Kurzfilme. Das Galaprogramm Kino Varieté in der kING beginnt mit Kurzfilmen aus Rheinhessen. Dazu sind vorab auch private Filmeinreichungen gewünscht (Informationen dazu unter www.filmmusikfestival-ingelheim.de). „Mit diesen Einreichungen bekommt das Festival eine ganz besondere Ingelheim-Note. Das wird ein toller Abend – nicht nur für Ingelheimer!“, freut sich Wolfgang Bärnwick, Beigeordneter und Aufsichtsratsvorsitzender der IKuM.

Traditionell spielt der Weinbau in der Region eine große Rolle – deshalb bietet das Vorprogramm auch Werbefilme, die schon vor 100 Jahren für Wein und Sekt geworben haben. Zum echten Kino Varieté wird das Vorprogramm durch die Live-Acts zwischen den Kurzfilmen. Durch das Programm führt Axel Schiel. Weitere Glanzpunkte setzt die Artistin Andrea Engler am Vertikaltuch und mit ihren Hula-Hoop-Reifen, die sie mit Eleganz in Schwung setzt. Artistische Balance mit frechem Charme. Nach der Pause öffnet sich das Filmprogramm in Richtung Berlin und präsentiert als Hauptfilm „Eine tolle Nacht“ von 1927: Eine rasante Stummfilm-Komödie um einen Geschäftsmann aus der Provinz, der im berühmten Berliner Nachtclub „Scala“ bei einem Show-Ringkampf antritt und in der Folge manches Abenteuer erlebt. Mit seiner großartigen Besetzung (u.a. Harry Liedtke und Ossi Oswalda) und seinem frivolen Wortwitz ist „Eine tolle Nacht“ ein typischer Film von Richard Oswald, der als Regisseur, Filmproduzent und Kinobetreiber eine der schillerndsten Figuren der alten Berliner Filmszene war. Live-Musik schlägt den großen Bogen von der historischen Kino-Musik zur improvisierten Musik mit Jazz-Anleihen unserer Tage. Dargeboten wird sie von dem Wiesbadener Jazz-Preisträger Uwe Oberg, dem Percussionisten Ingo Deul und der Mainzer Stimmkünstlerin Silvia Sauer, die auch hinreißende Kino-Songs in ihrem Repertoire hat. Karten für „Kino-Varieté“ gibt es ab 12 Euro, telefonisch unter 0651/9790777 oder unter www.king-ingelheim.de.

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