Pfarrerin Anne Waßmann-Böhm. Foto: red

INGELHEIM – Sie kennt sowohl das Dekanat Ingelheim als auch das Dekanat Oppenheim, sehr gut. Hat während ihres 17-jährigen Wirkens als Pfarrerin sowohl die Herausforderungen des Dorfpfarramts als auch des Pfarramts in einem städtischen Mittelzentrum erfahren. Kein Wunder, dass die Synode des seit 1. Januar 2019 fusionierten Dekanates Ingelheim-Oppenheim Pfarrerin Anne Waßmann-Böhm am 14. Juni 2019 mit großer Mehrheit zur stellvertretenden Dekanin gewählt hat. Die Führungsspitze des neuen, größeren Dekanates ist damit komplett. Seit dem 1. Juli hat die Theologin mit einer halben hauptamtlichen Stelle Führungsaufgaben im neuen Dekanat übernommen, während sie ihrer „alten“ Gemeinde, der Ingelheimer Saalkirche, mit einer halben Stelle als Pfarrerin erhalten bleibt. Im neuen Dekanat ist sie nun u. a. Ansprechpartnerin für die Prädikantenausbildung im Dekanat, die Erwachsenenbildung, die Seniorenarbeit und die Kirchenmusik.

Langfristig liegt der frischgewählten stellvertretenden Dekanin in Bezug auf ihr neues Amt das Thema „Kooperation“ am Herzen. „Ich würde mich freuen“, so Waßmann-Böhm, „wenn die Fusion größere Verbindungen schafft. Dass ist mir ein großes Anliegen: Über die Kirchturmspitze hinausblicken“. Waßmann-Böhm möchte der Frage nachgehen, „Wie Kirche mehr Volkskirche sein kann. Wie sie mehr für die Menschen – für alle Menschen da sein kann und auch mehr zeigt, was sie kann und was sie bietet“. Und weil nicht mehr jede Kirchengemeinde alles alleine stemmen kann, „brauchen wir Kooperationspartner“, so Waßmann-Böhm, „auch außerkirchliche. Damit unsere Kirchen und Gemeindehäuser wieder lebendiger werden“. Zwischen Gemeindearbeit und Dekanatsaufgaben bleibt da natürlich nicht viel Freizeit. „Aber wenn ich eine freie Minute habe“, so die Theologin, „lese ich, das ist für mich die reine Entspannung, wenn ich in andere Welten eintauchen kann“. So schnell wird ihr dafür wohl soviel Zeit nicht bleiben.

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