Das Bobby-Car-Rennen beim Großen Preis von Finthen begeisterte alle. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

FINTHEN – Großer Preis von Finthen: Bei dem Wettbewerb, der rund 100 Kinder auf die Rennstrecke in der Jungenfeldstraße lockte, handelte es sich um nichts anderes als ein cooles Bobby-Car-Rennen. Die Bezeichnung als groß war kein Etikettenschwindel. Die Rundumversorgung der Rennfahrer durch den Motor-Sport-Club (MSC), die der Verein zum fünften Mal in folge bereitgestellt hat, folgte einem hohen Anspruch. „Unser professioneller Zeitnehmer beispielsweise kommt international und bei den Deutschen Meisterschaften zum Einsatz“, sagte Wolfgang Walter, Vorsitzender des MSC. Darüber hinaus investierten 15 Vereinsmitglieder gleich mehrere Tage, um das Rennen vorzubereiten und die Jungenfeldstraße wie eine echte Rennstrecke aussehen zu lassen. Das galt für die Startrampe mit einer Neigung von 50 Grad, die Pylonen in orange-weiß, die den Weg markierten und den Schutz am Straßenrand, den sie mit alten Gummireifen zum Schutz auslegten. Unbestritten stieg das Bobby-Car-Rennen beim Familienfest in Finthen auf der Skala der Attraktionen erneut nach ganz oben. Das Fest als die Rahmenveranstaltung organisierten gemeinsam der Förderverein der Grundschule Finthen, der MSC, der Finther Carneval-Verein und die Interessengemeinschaft Layenhof (IG).Ungeachtet der hohen Temperaturen rasten die Kids mit Schutzhelmen den Abhang den ganzen Tag hinunter. Eingeteilt in zwei Gruppen – bis sechs und von sieben bis zehn Jahren – konnten sie jeweils zwei Rennen in den Wettbewerb einfließen lassen, die beste Zeit wurde vermerkt. Zu den Top-Gewinnen zählte ein Rundflug mit dem Luftfahrtverein und ein Familienfrühstück im Atrium-Hotel in Finthen.

Ansonsten konnte jeder Rennfahrer so oft auf die Piste, wie er es nur wollte. Einen Dutzend Bobby Cars in Serienausstattung und ohne Tuning stellte die Rennleitung den Kindern zur Verfügung. Währenddessen schwitzten sich die Mitarbeiter im vollen Einsatz die Seele aus dem Leib für die Kleinen. Warum? „Schauen Sie doch in ihre Augen, dann erkennen Sie, warum wir es tun“, antwortete Walter knapp. Als eine Neuerung erlaubten die Veranstalter auch den Erwachsenen die Teilnahme und stellten gar zwei Boliden Marke Eigenbau dafür zur Verfügung. „Die Bobby-Cars machen bei 40 Kilogramm Körpergewicht eine Grätsche“, stellte Tobias Jaeger vom Förderverein der Grundschule fest. Daher habe der Vorsitzende der IG, Alexander Chatzigeorgiou, auf der Grundkonstruktion eines Bollerwagens zwei Speedcars für Erwachsene zusammengeschweißt: inklusive der Lenkung und mit einer Handbremse. Die – vermutlich lang und heimlich ersehnten – Träume vieler Väter und mancher Mutter, waren im Echtbetrieb allerdings bald geplatzt. „Die Autos sind nur ein paar Mal gefahren, danach nicht, weil die Lenkung nicht richtig funktioniert hat“, bedauerte Jaeger. So müssen die Großen auf ihren Großen Preis von Finthen bis zum Sommer 2020 warten: „Wir werden die Autos im nächsten Jahr besser machen“, versprach Jaeger.

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.