Diese Stelle am Katzenberg hat schon für viel Unmut und Aufregung gesorgt. Herbert Schäfer sieht dringenden Handlungsbedarf. Foto: Helene Braun

FINTHEN –Die Aufpflasterung auf der Straße vor dem Tegut-Markt am Katzenberg hat schon mehr als einmal für Aufregung gesorgt. Jetzt wäre ein Kind fast überfahren worden. Das berichtete Leserin Katja Allendorf der Lokalen Zeitung. Seit mehreren Jahren fährt sie im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit als ambulanter Pflegedienst durch Finthen. Sie sagt: „Ich muss unter der Woche fast täglich und das mehrfach am Tag mit ansehen, wie Grundschüler oder auch Erwachsene, ohne den Verkehr zu beachten, auf die Straße treten.“ Und sie sah auch, wie ein Mädchen vor ein paar Tagen vor das Auto einer älteren Dame lief und beinahe überfahren wurde. In der Tat hat der Straßenverkehr hier Vorrang, aber die Erhöhung, auch Aufpflasterung genannt, ist zur Reduzierung der Geschwindigkeit angebracht und kein Freifahrtschein für Fußgänger. Aber das scheint nicht jedem klar. Eher für mehr Verwirrung sorgen dann noch die „Gelben Füße“, die Markierungen, die den Kindern den Weg zur Schule weisen.

Die „Haifischzähne“, also die weißen Zacken am Rande, verlangen vom Autofahrer erhöhte Aufmerksamkeit, aber gefruchtet haben sie wenig. Ortsvorsteher Herbert Schäfer ist erschüttert. Nicht nur einmal hat der Ortsbeirat sich in jüngerer Vergangenheit mit der Thematik beschäftigt und beantragt, die Stelle als Fußgängerüberweg auszuweisen, weil viele die Situation falsch einschätzen und die Gefahr für Kinder auf dem Schulweg hoch ist. Nun will er das Anliegen in den zuständigen Ausschuss tragen. Die Ortsbeiratsanträge waren von der Stadtverwaltung abgelehnt worden mit Hinweis auf die Tempo-30-Zone. Schäfer: „Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Jeder denkt, die Aufpflasterung sei ein Fußweg.“ Katja Allendorf hat auch die Schule informiert und gebeten, die Kinder und deren Eltern auf die Gefahrenstelle aufmerksam zu machen.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.