Die große Überraschung: Günter Beck ehrte Joachim Mayer mit dem „Mainzer Pfennig“. Foto: Helene Braun

GONSENHEIM – 100 Jahre einer wechselvollen Geschichte feierte der Sportverein Gonsenheim (SVG) am Sonntag groß in der Jahnturnhalle. Die Akademische Feier mit Ehrungen und lobenden Worte der Politiker und Sportfunktionäre tat nicht nur den Trainern, Spielern und Mitgliedern gut, sondern geriet für Vorsitzenden Joachim Mayer zu einem ganz persönlichen Triumph. Sportdezernent Günter Beck verlieh ihm den Mainzer Pfennig, eine sehr hohe Ehrung der Stadt.

Heute spielt die 1. Mannschaft wieder in der Oberliga. Nachdem die Fußballer in der vorigen Saison abgestiegen waren, ging es gleich wieder bergauf. Dies scheint eine Besonderheit beim SVG zu sein, am Ende wird immer alles wieder gut.

Randolf Stich hatte ein Buch über Fritz Walter für Mayer dabei. Foto: Helene Braun

Staatssekretär Randolf Stich aus dem Sportministerium sagte: „Dass der SV Gonsenheim eine starke Gemeinschaft ist, das zeigen harte Fakten.“ 570 Mitglieder zählt der Verein und heute und was Stich besonders beeindruckte, sind: „fünf Jugendteams von F-Jugend bis zur A-Jugend und ein durchdachtes Ausbildungskonzept, das Grundlage für eine solide und erfolgreiche Jugendarbeit ist.“ Dass Rheinland-Pfalz Sportland sei, sei auch der Verdienst des SVG. Und vergaß dabei nicht zu erwähnen, dass das Land jährlich 17 Millionen Euro für den Sportstättenbau und die Unterstützung der Vereine ausgebe.

Die Aufarbeitung der Historie (wir berichteten), Ehrungen, Grußworte und Gesang von „The Next Generation“ aus der Cäcilia füllten den Vormittag unter Moderation von Stadionsprecher Hans Walter Sans. Günter Beck hat „als Bub“ beim SV angefangen, Fußball zu spielen, mehr schlecht als recht, wie er freimütig einräumte, und hat daher auch eine persönliche Beziehung zum Verein. Neueste Errungenschaft, die Beck zugesagt und dann auch umgesetzt hatte, ist das Kleinspielfeld mit dem schallschluckenden Ballfangzaun. Ortsvorsteherin Sabine Flegel nannte den SV ein „Juwel der Amateurklasse, der trotz Ehrenamtlichkeit professionell geführt wird.“ Integration, das Wort habe es noch nicht gegeben, da habe sie der Verein schon gelebt.

Medleys aus Pop und Musical brachte eindrucksvoll „The next Generation“ zwischen den Grußworten und Reden dar. Foto: Helene Braun

Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen wandte sich nach der Würdigung des Vereins an Sport-Staatssekretär Stich: „Danke für die 17 Millionen, Rudolf, da kann ich getrost weiter für die Großsporthalle in Mainz werben.“ Nun wisse man ja, das Geld sei da. Humorige Bemerkungen und etwas Ironie hatten mittlerweile im heißen Saal Einzug gehalten. Als stellvertretender Vorsitzender des Vereinsrings, der jubilierende Vereine mit einer gewissen Summe bedenkt, brachte Michael Stinner einen Scheck über rund 2400 Euro, was wieder für wohlwollende Lacher sorgte, denn Stinner verbarg nicht, dass Mayer den Scheck als Vorsitzender des Vereinsrings selbst ausgefüllt hatte.

Thomas Bergmann, Vizepräsident des SWF, sagte. „Die Gründungsväter wären sicher stolz auf euch.“ Er ehrte zahlreiche Mitglieder. Till Pleuger für den Sportbund Rheinhessen hatte ebenfalls Nadeln und Urkunden im Gepäck.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.