Die Ansprache hielt Wehrführer Sebastian Nolte. Foto: Jennifer Mohr

HECHTSHEIM – Freiwillige Feuerwehr, das ist mehr, als ein Feuer zu löschen. Das ist, füreinander da zu sein. Genau das merkte man an allen Ecken und Kanten am „Tag der Feuerwehr“in Hechtsheim. Zwei voll gepackte Tage, die nicht nur bestens organisiert waren, sondern auch einen Hochgenuss für Leib und Kehle boten. Ein Highlight jagte das nächste, sodass es sich Jung und Alt ebenso wie Familien am Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Hechtsheim unter Leitung von Wehrführer Sebastian Nolte nicht nur gemütlich machen konnten, sondern auch noch ein buntes Programm geboten bekamen. „Wer ausrücken kann, um ein Feuer zu löschen oder zu helfen, der kann auch alles andere schaffen”, so die einheitlichen Stimmen der Besucher.

Am Samstagmittag gab es eine beeindruckende Schauübung der Jugendfeuerwehr, bei der auch Politpublikum anwesend war. Die Bundestagsabgeordneten Ursula Groden-Kranich (CDU) und Tabea Rößner (Grüne) sowie Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) ließen es sich nicht nehmen, sich das Schaumanöver der 15 Jugendlichen anzusehen. Die Feierlichkeiten wurden am Sonntagmorgen fortgesetzt und begannen in der Kirche St. Pankratius. Im Festtagsgottesdienst wurden die Helme der Mannschaft gesegnet, denn so ein Helm schützt und ist nicht bloß Markenzeichen. Der Aktive Kevin Roeder tauchte bei sonnigen Temperaturen in kompletter Feuerwehrmontur mit Sauerstoffflasche und Gasmaske auf und stand geduldig für Familienfotos bereit. Auch sein Einsatz auf der Hüpfburg fand Gefallen und imponierte nicht nur den Kindern.
In den Einsatzfahrzeugen wurden zu jeweils drei verschiedenen Uhrzeiten Feuerwehrgeschichten aus Kinderbüchern vorgelesen, für die Melanie Bues, die Leiterin der Kinderfeuerwehr (16 Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren), die Werbetrommel rührte. Auch die Löschsimulation für Kinder, bei der die in die Jahre gekommene Kübelspritze zum Einsatz kam, kam an. Der Nachmittag wurde vom Platzkonzert im Festzelt durch die Draiser Feuerwehrkapelle musikalisch untermalt.

Geselligkeit wird beim Hechtsheimer Feuerwehrfest groß geschrieben. Foto: Jennifer Mohr

Das Feuerwehrfest hat sich zu einem echten Volksfest gemausert und lockte nahezu 1000 Besucher in zwei Tagen in den abgesperrten Teil der Neuen Mainzer Straße rund um das Feuerwehrgerätehaus an. „So viel war noch nie los”, freute sich Dominik Bouché, unter dessen Regie nicht nur der Förderverein der Feuerwehr funktioniert. Die spektakuläre Schauübung unter der Begutachtung von Wolfgang Spehr, Leiter der Mainzer Berufsfeuerwehr, bei der ein Verkehrsunfall simuliert wurde und ein Opel mit einer Rettungsschere von Dach und Unterbau getrennt wurde, erhielt begeisterten Applaus. Der galt nicht nur der Show, sondern vor allem der Arbeit, die die Feuerwehrleute immer genau dann leisten, wenn es drauf ankommt und wenn wir sie brauchen.

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Jennifer Mohr
Im Dezember 2017 bin ich mit Mann und Tochter von San Francisco nach MZ-Hechtsheim gezogen. Auf dem Hunsrück bin ich geboren, entscheidende Ereignisse meines Lebens habe ich allerdings in Mainz erlebt. Mein FSJ als Schulhelferin am Schloßgymnasium, meine erste WG in Mombach oder die Ausbildung zur Erzieherin an der Sophie-Scholl-Schule. Seit 2014 schreibe und veröffentliche ich Gedichte und Bücher unter meinem Mädchennamen “Hilgert”, damit er mir nicht abhanden kommt. Zur Lokalen bin ich durch einen glücklichen Zufall gekommen, denn: Poesie ist überall.