In Ingelheim blühen die Freiflächen auf. Foto: Stadt Ingelheim

INGELHEIM – Für manch einen Bürger mag es befremdlich sein, dass viele städtische Grünflächen keinen kurzgeschorenen Rasen mehr haben, sondern hochwachsende blühende Wiesen.

Wo es möglich ist, werden künftig bienen- und vogelfreundliche Grünflächen entstehen. Bereits etwa 4000 Quadratmeter sind schon umgewandelt, beispielsweise an der Griesmühle, der West-Ost Umfahrung oder an der Rheinstraße gegenüber der Kiefernstraße. Auch einige Kleinflächen wie auf dem Friedrich-Ebert-Platz sind schon mit dem regionalen Bienenweidensaatgut eingesät worden und die meisten Flächen sind bereits gut angewachsen.

An viele Ecken blüht nun schon Mohn, Kornblumen oder Phacelia und zeigen ihre schönen Farben. So wird es den ganzen Sommer über weitergehen, immer andere Arten werden blühen, andere verblühen und die Samen dienen Vögeln als Nahrung, die Blüten den Insekten als Nektar.

In diesem Jahr wurde die Saatgut-Sorte „Veitshöchheimer Bienenweide Süd“ eingekauft, eine Mischung mit etwa 50 Arten, die für den Süden Deutschlands geeignet ist. In den nächsten Jahren werden weitere Mischungen ausprobiert, einjährige und mehrjährige Blüher, um festzustellen, welche Pflanzen im milden Ingelheimer Klima am besten gedeihen und welche verkümmern. Natürlich sollen die sandigen Bereiche weiterhin mager bleiben, so dass dort keine Blühsamen ausgebracht werden.

Gemäht werden die Wiesen übrigens nur einmal im Jahr, so dass alle Pflanzen Samen bilden können und sich wieder aussäen können.

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