Bürgernahe Politik habe ihr den Wahlsieg geschenkt, sagte die neue Ebersheimer Ortsvorsteherin Anette Odenweller. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

EBERSHEIM  Es blieb für Anette Odenweller bis zum Schluss spannend. Die Ortsvorsteherkandidatin der CDU, die sich in der Stichwahl gegen den bisherigen Ebersheimer Ortsvorsteher Matthias Gill (Grüne) knapp durchsetzte, erhielt schließlich 53,5 Prozent aller Stimmen. „Gut, gut“, gehe es ihr, sagte sie einige Sekunden nach der Bekanntgabe des Wahlausgangs. Bis dahin fieberte sie vor dem Mainzer Rathaus mit und suchte das Alleinsein. „Jetzt ist mir eine Last, ein Stein vom Herzen gefallen“, atmete sie auf. Das Ergebnis sei „der Wahnsinn“. Sie freue sich, dass ihr Team, das sie so stark unterstützt habe, einen „sauberen und fairen Wahlkampf ohne Lügen“ gemeistert habe. „So wie ich es mir auf die Fahne geschrieben habe. Wir sind auf die Straße und drei Tage nach der Kommunalwahl gleich wieder von Tür zu Tür gegangen.“ Die Politik der CDU in den vergangenen Jahren sei bürgernah gewesen. „Ich denke, gerade das hat zum Erfolg geführt.“

Natürlich werde der Sieg gefeiert: im Weingut Becker in Ebersheim. Mit dem Blick auf die konstituierende Sitzung im August sagte Odenweller: „Die FDP hat hinter mir gestanden und eine Wahlempfehlung abgegeben. Der Vorstand der SPD dagegen nicht.“ Auch wenn die Sozialdemokraten sie unterstützt hätten. „Wir werden jetzt Gespräche führen und schauen, wohin die Reise geht.“ Prioritäten nannte sie keine. „Wir schließen niemanden aus.“ Auch die Fraktion der Grünen nicht. Der bisherige Ortsvorsteher Matthias Gill musste sich entgegen dem allgemeinen Grünen-Aufwärtstrend geschlagen geben.

„Uns muss es wieder um Ebersheim gehen“, fuhr Odenweller fort. Eigene Ideen, die sie habe, wollte sie wenige Minuten nach der Entscheidung nicht präsentieren. „Ich muss das alles erst einmal verarbeiten.“

Der Ebersheimer Ortsbeirat besteht nun aus Ortsvorsteherin Anette Odeweller (CDU) und den Fraktionsmitgliedern der CDU Johannes Blüm, Marco Becker, Torsten Schwarzer, Dr. Mario Müller und Karl-Heinz Friedrich (Nachrücker für Odenweller), den Grünen Matthias Gill, Georg Rothenberg, Dr. Axel Heimann und Andrea Weikert, den Sozialdemokraten Corinne Herbst und Hubert Heimann sowie den Freidemokraten Helgi Schwedass und Dieter Jung.

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.