Dirk Oppenberg und Esther Vogt erklärten die Unterschiede bei den Varianten und ließen abstimmen. Foto: Helene Braun

FINTHEN – Soll das neue Spielgerät eher für kleine Kinder oder eher für Ältere geeignet sein, darüber waren sich die Erwachsenen nicht ganz einig. Ein Junge meinte: „Warum nehmen wir nicht beides?“ Mitarbeiter von Jugendamt und Grünamt sind wieder verstärkt unterwegs, die Mainzer Spielplätze aufzuwerten. Die Entscheidung, welche Spielgeräte es sein sollen, treffen die Kinder. Auf dem herrlichen naturnahen Spielplatz Wasserwerkswiesen ging es nun darum, aus vier Kletterkombinationen eine auszuwählen im Austausch gegen die, die bereits vor ein paar Jahren abgebaut wurde.

Grünplaner Dirk Oppenberg und Esther Vogt vom Jugendamt stellten zahlreichen Kindern und Erwachsenen die Möglichkeiten vor. Sieger wurden am Ende zwei Klettertürme mit je 15 Stimmen der Kinder. Die Erwachsenen gaben daher den Ausschlag. Orientiert an der Umgebung und den Spielgeräten aus natürlich gewachsenen Hölzern hatte Oppenberg vier Variationen zum Klettern ausgewählt. Zur Verfügung stehen 25.000 Euro aus dem Topf „Kinderfreundliches Mainz“. Einzig eine Variante, ein über drei Meter hohes Klettergerüst, war aus Stahl.

Zwei einfache hölzerne Kletterkombinationen, eine für Kleinere, eine für größere Kinder, konnten sich nicht durchsetzen. Hier fehlte auch jeweils die Rutsche. Begeisterung entfachte dagegen die Zweiturmanlage aus Holz mit einer Vielzahl von Kletter- und Bewegungsmöglichkeiten. Die Edelstahlvariante sprach die Kinder gleichfalls an. Wenn sie auch von der Optik her nicht unbedingt ins Ambiente passt, bietet sie doch ebenfalls viele Möglichkeiten und erfreut sich großer Beliebtheit andernorts in Mainz, in Bretzenheim oder Ebersheim etwa.

Ortsvorsteher Herbert Schäfer, der mit einigen Ortsbeiratsmitgliedern gekommen war, befand: „Man sollte ein Multifunktionsgerät wählen, das für kleinere und größere Kinder geeignet ist. Das ist der schönste Platz, den wir haben und daran sollen alle teilhaben können.“ So sahen das die meisten der Eltern und gaben den Ausschlag gegen die Stahlpyramide und für die Zweiturmkombi.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.