Bild: Johanniter/Jan Dommel

Johanniter geben Erste-Hilfe-Tipps

Ob Bratwurst, Steak oder Gemüsespieß – sobald es draußen wärmer wird, gehört Grillen wieder zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Wohin man schaut, überall glüht die Holzkohle: auf dem Balkon, im Garten, im Park, am Strand. Und wie das duftet, köstlich.

Doch das Vergnügen ist nicht ganz ungefährlich: Jährlich verletzen sich mehrere tausend Menschen beim leichtsinnigen Umgang mit dem Feuer. Stichflammen oder Verpuffungen entstehen zum Beispiel, wenn ungeduldige Grillmeister Spiritus auf die glühenden Kohlen schütten. Schwere Brandblasen können entstehen, wenn besonders Hungrige das Fleisch mit den Händen vom Rost nehmen, statt mit der Grillzange.

Erste Hilfe bei Brandverletzungen

„Als Faustregel gilt: Bei schweren, großflächigen Verbrennungen im Gesicht, an den Händen oder den Genitalien sofort den Rettungsdienst rufen“, empfiehlt Thomas Heinrich, zuständig für den Fachbereich Sanitäts- und Rettungsdienst bei den Johannitern in Mainz. Auch bei Verletzungen, die größer sind als ein Handteller, sollte in jedem Fall professionelle Hilfe gerufen werden.

„Bei kleinflächigen Brandverletzungen (z. B. Finger) kann zur sofortigen Schmerzlinderung die Verbrennung mit normal temperiertem Wasser ca. zwei Minuten gekühlt werden. Große Brandwunden nicht kühlen, es besteht die Gefahr der Unterkühlung sowie einer starken Belastung des Kreislaufs“, betont Heinrich. Offene Wunden sollten schnell steril abgedeckt werden, damit sie sich nicht entzünden. Dafür eignet sich etwa ein steriles Verbandstuch aus dem PKW-Verbandkasten. Vorsicht ist geboten, wenn Kinder dabei sind. Es gilt: Kinder weg vom Grill! „Besonders umstehende kleine Kinder sind gefährdet, wenn sich der Grillrost auf ihrer Kopfhöhe befindet“, warnt der Fachmann. Plötzlich entstehende Flammen könnten sie im Gesicht schwer verletzen. „Im Ernstfall gilt: Sofort die 112 anrufen!“

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