Thomas Becker - Theilig, Anna Göhring und Stephan Leber eröffnen das Fest am historischen Rathaus. Foto: Helene Braun

BODENHEIM –Fast alles ist wie immer. Der Verkehrsverein unter Leitung von Stephan Leber und Wolf-Ingo Heers hat alles für das 45. St. Albansfest vorbereitet, die Ständen stehen in Reih` und Glied bis in die Weinberge hinauf, die bunten Fahnen hängen und für kulinarische Genüsse ist gesorgt. Der besondere Jahrgang 2018 wird neugierig gekostet an 15 Wein-und Sektständen, tolle Bands und ein buntes Kinderprogramm sind bereit und der feierlichen Eröffnung am alten Rathaus folgt –Regen. Das war schon immer so. Ein paar Stände mussten dranglauben und flogen weg, aber, sagte Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig im Anschluss an den Eröffnungsabend: „Das mit den Ständen konnte jeder für sich lösen und eher haben Sturm und Regen dafür gesorgt, dass man zusammengerückt ist. Wir Bodenheimer können mit so etwas umgehen und unsere Gäste auch.“ Natürlich seien am Abend etwas weniger Menschen als sonst auf der Festmeile am Reichsritterstift anzutreffen gewesen, aber später habe es sich noch gut gefüllt. Dass trotz des ersten Schocks so viele gekommen und geblieben waren, sei der Beweis für die Stabilität des Traditionsfestes zu Ehren des heiligen Alban. Kleine Flurschäden habe man halt in Kauf genommen. Dass die Sache mit der fehlenden Kutsche und dem altersbedingt in Ruhestand geschickten Pferdes, das die Kutsche zog, ein solch großes Medieninteresse hervorgerufen hat, versteht Becker-Theilig nicht. Sollte es wieder einmal ein Pferd wie Wotan geben, das die Anforderungen erfüllt, könne man in Zukunft die Tradition wieder aufnehmen, sagte Vorsitzender Stephan Leber.

 

Am Samstagabend ging ́s dann richtig
rund am
Reichsritterstift. Foto: Helene Braun

Vorerst aber hatte die rheinhessische Weinkönigin Anna Göhring bei ihrer Ansprache mit dem aufkommenden Wind zu kämpfen. Die Blumentöpfe auf der Bühne waren, nachdem sie einmal abgestürzt waren, schnell von zahlreichen helfenden Händen wieder aufgestellt. Und als am Ende der Zeremonie alle auf dem Platz das Heimatlied zur Musik des Blasorchesters tapfer sangen, kamen als Vorwarnung schon die ersten Tropfen vom Himmel. Die Weinkönigin nahm es locker: „Ihr seid so goldig und rollte die Bodenheimer Weinfestgeschichte bis ins Jahr 1975 zurück auf.“ Umso so schöner das Angebot an allen Tagen. Hansi Schitter ist dabei, und er ist sogar Bodenheimer. Was Becker-Theilig und Beigeordneter Andreas Kappel auf keinen Fall verpassen wollen, ist, unabhängig voneinander befragt, „Garden of Delight am Montag vor dem Feuerwerk. Becker-Theilig: „Das ist irisch, das ist mit Schottenrock und das ist Kult.“ Neu ist die Kaffeetafel des neu gegründeten Landfrauenvereins am Sonntag. Zum 2018er Wein nach dem sehr heißen trockenen Sommer sagte Stephan Leber: „Noch nie wurde über einen Jahrgang so viel berichtet, noch nie waren die Erwartungen an das Endprodukt so hoch.“ Jetzt hätten die Gäste Gelegenheit, sich vier Tage von der Qualität zu überzeugen.

Wählen Sie einen Bereich zum Kommentieren aus
Teilen
Vorheriger ArtikelGeselligkeit pur: St. Albansfest in Bodenheim
Nächster ArtikelEhrung dürfte eigentlich nicht notwendig sein
Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig und seit 2014 Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.