OB Michael Ebling zeichnete Adolf Reuter mit dem „Mainzer Pfennig“ aus. Rechts im Bild: Ehefrau Ursula Reuter. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Oberbürgermeister Michael Ebling zeichnete vor Pfingsten den Vorsitzenden der Mainzer Tafel, Adolf Reuter, für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement mit dem „Mainzer Pfennig“ aus. Eine Ehrung, die eigentlich nicht notwendig sein sollte, hat sie doch einen traurigen Hintergrund. Denn auch in Mainz leben Bürger, die sich Lebensmittel nicht in dem Maße und Umfang leisten können, wie es für ein menschenwürdiges Leben eigentlich notwendig wäre. Diese Menschen können sich bei der Mainzer Tafel versorgen. Und dieser Mainzer Tafel steht seit nunmehr knapp zehn Jahren Adolf Reuter vor. „Und für die Tafel ist Adolf Reuter eine glückliche Fügung“, unterstrich OB Ebling in seiner Rede. Adolf Reuter, Jahrgang 1941, unterstützt seit Herbst 2009 die Mainzer Tafel und wurde bald darauf zum Vorsitzenden gewählt. „In dieser Funktion hat Adolf Reuter die Professionalisierung der Vereinsarbeit in zahlreichen Bereichen maßgeblich vorangetrieben“, verwies Ebling auf die Tatsache, dass die Tafel wöchentlich 1500 bis 2000 Menschen versorge. Dafür engagieren sich rund 140 Helfer. Die dafür gespendeten Lebensmittel kommen von insgesamt rund 100 Betrieben wie Bäckereien und Supermärkten, die von den mittlerweile fünf Kühlfahrzeugen, die der Tafel zur Verfügung stehen, abgeholt werden.

 

„Somit steht Adolf Reuter einer Institution vor, die man problemlos mit einem mittelständischen Unternehmen vergleichen kann“, führte OB Ebling weiter aus. Bei der Tafel komme hinzu, sich um Hygiene und Lebensmittelsicherheit zu kümmern, außerdem um die Spendenakquise und die Öffentlichkeitsarbeit. „Mit all diesem Engagement macht Adolf Reuter die Welt jeden Tag ein klein wenig besser“, lobte der OB den Geehrten, der dieses Lob gerne an seine Mitstreiter weitergab. Allerdings sei es bedauerlich, dass in einem so wohlhabenden Land wie Deutschland eine Einrichtung wie die Tafel notwendig sein muss. Die im September 2001 Mainzer Tafel ist ein eingetragener Verein und seit Dezember 2006 in der Heidelbergerfaßgasse ansässig. Detaillierte Information zu der Einrichtung gibt es im Internet unter mainzer-tafel.de.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“