Das Fischerhaus wird Kulturdenkmal. Foto: Stadt Ingelheim

INGELHEIM – Im Verzeichnis der Kulturdenkmäler der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz ist nun ein neues kleines Schmuckstück aufgenommen worden, das „Kleinhaus mit Torfahrt, 1850, erweitert 1890“, das besser bekannt ist unter dem Namen „Fischerhaus“. Eigentlich war das städtische Häuschen vor etwa zehn Jahren dem Abriss preisgegeben, als sich eine Initiative Frei-Weinheimer Bürger für den Erhalt des Gebäudes einsetzte. Der Haupt- und Finanzausschuss stellte dann 120000 Euro für die Sanierung bereit. Mit viel ehrenamtlichem Engagement und entsprechenden Fachunternehmen unter der Anleitung eines Fachplaners wurden die Giebelwand und der Dachstuhl gesichert und die ursprüngliche Erscheinung von Decken, Wänden und Böden sichtbar gemacht. Farblich wurden die Räume nach dokumentierten Befunden neu gestaltet.

Ein Blick in den Hof des Fischerhauses. Foto: Rüdiger Rahn

In einem weiteren Schritt erfolgte der Bau des Nebengebäudes mit einer modernen Heizung für das Haus und einer Toilette. Die gesamten elektrischen Leitungen wurden modernisiert. Hof und Durchgang wurden gepflastert. Das Häuschen, das von der Art her als Tagelöhnerhaus gesehen wird, hatte seinerzeit nicht viel Komfort. Auf 45 Quadratmeter musste eine ganze Familie, die teilweise bis zu 12 Personen groß war, leben. Das Grundstück selbst ist 106 Quadratmeter klein und hatte noch einen kleinen Garten hinter dem Haus. Die „Initiative Frei-Weinheim“ hatte fleißig Mobiliar und Alltagsgegenstände gesammelt und das Häuschen liebevoll eingerichtet. Nun kann das Haus an jedem ersten Samstag im Monat zwischen 14 und 16 Uhr besichtigt werden. Jetzt, da das Häuschen ein richtiges Kulturdenkmal ist, wird in diesem Jahr der „Tag des offenen Denkmals“ ein besonderer Tag sein. Das Fischerhaus in der Schubertstraße 5 wird am Sonntag, 8.September, von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein und Führungen werden zu jeder vollen Stunde angeboten.

Teilen
Vorheriger ArtikelDer Eingemeindung Rechnung tragen
Nächster ArtikelLiebesheirat oder Zwangsfusion?
Redaktion
Diese Beiträge sind in unseren Redaktionen entstanden. Dazu sichten wir Pressemeldungen, eingesandtes Material und Beiträge von Vereinen, Organisationen und Verwaltung. Dies alles wird dann von unseren Redaktionsleitern verifiziert, bearbeitet und ansprechend aufbereitet. Oftmals ergeben sich daraus Themen, die wir dann später aufgreifen.