Beim Erdbeerfest kommen alle Majestäten der Region zusammen. Foto: Helene Braun

GONSENHEIM – „Mittlerweile sind es über 10.000 Menschen, die unser Fest besuchen, das ist doch eine Nummer“, begrüßte Ortsvorsteherin Sabine Flegel die Gäste am Verkaufsoffenen Sonntag zum Erdbeerfest, dem nunmehr 15. in der Ortsgeschichte. Ein Fest, das wieder einmal den Stadtteil in Ausnahmezustand versetzt hat, und das Schöne ist: Ganz Gonsenheim scheint sich daran zu beteiligen, wenn auch der Gewerbeverein mit seiner Vorsitzenden Barbara Petermann die Regie zusammen mit der Ortsverwaltung übernimmt. Rainer Schenk hält da die Fäden sicher in der Hand und ebenfalls vom Gewerbeverein, Iris Erlenbach, hatte das gesamte Programm auf dem Josef-Ludwig-Platz organisiert und das vom Kleinkindertanz über Musik bis zur Theateraufführung.

Alle zufrieden: v. re. Barbara Petermann, Sabine Flegel, Manuela Matz. Foto: Helene Braun

Mit den Banken als Sponsoren und Mitwirkenden lässt sich einiges umsetzen, hier fand man vor allem Basteln mit Kindern, die Rettungskräfte hatten ihre Stände und bei Fit & Fight konnte man mit einem Schlag auf einen Lkw-Reifen seine Stärke beweisen und messen. Wenn sich auch am Samstag die Plätze erst etwas zögerlich füllten, war am Sonntag alles knallvoll und zwar auf beiden Plätzen, der Breiten Straße und drumherum. Wer nicht genug bekam, der hatte noch die Erdbeerkerb mit tollen Karussells, Bänken und Tischen zum Vespern und Ausruhen und das immer noch beliebte Zuckerzeug zur Wahl.

Beim großen Umzug der Vereine durch die Breite Straße zur Pfarrer-Grimm-Anlage fuhren Ernte- und Weinköniginnen mit ihren Prinzessinnen fast bis zur Hauptbühne vor. Nur die alte und neue Erdbeerkönigin Sabrina Schmitt ließ sich mit dem Zweispänner kutschieren, die kleine Prinzessin Lilly, jetzt vier Jahre alt, im Arm. Sabine Flegel klärte die Gäste auf: „In Gonsenheim wird die Erdbeerkönigin immer für zwei Jahre gewählt.“ Beim nächsten Mal also werde Sabrina nicht mehr kandidieren. Schade, denkt mancher, steht sie doch als Fintherin als Symbolfigur für den Zusammenhalt der Stadtteile.

Königin Sabrina Schmitt indes wirkte auf der Bühne genauso routiniert wie beim ersten Mal 2018. Selbstbewusst begrüßte sie die Gäste, berichtete von ihrem erlebnisreichen Jahr als Vertreterin des Stadtteils. Die 24-jährige Angestellte der Volksbank Alzey-Worms in Heidesheim ist den Umgang mit Menschen gewohnt. Wenn auch die Zeit des Erdbeerprinzen der vergangenen Jahre, Marcel Wabra, vorbei ist, so trat er doch wie alle vorherigen Majestäten und derer der Nachbarschaft noch einmal auf der Bühne an die Seite Sabrinas. Dazu spielte die Grenadiergarde auf.

Clown Filou wartete mit tollem Kinder-Mitmachprogramm auf und die Tanzgruppen der Vereine begeisterten auf beiden Plätzen mit ausgefallenen Shows. Schulen und Musikschulen hatten Konzerte organisiert wie etwa die Musikschule Klimperkiste. Künstler und Kunsthandwerker säumten die Plätze und diesmal sogar die Breite Straße und boten ihre originellen wie schönen Produkte an. Gewerbetreibende zeigten sich an Ständen und führten ihre Produkte vor. VR-Bank und Mainzer Volksbank hatten Mitmachstationen für Kinder aufgebaut und das DRK, auf beiden Plätzen zur eventuellen Hilfeleistung parat, nutzte die Zeit für Infos an die Vorbeiflanierenden.

 

 

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.