Dr. Werner Dahmen überreichte die Ehrenbürgerurkunde an Peter E. Eckes, der mit Ehefrau Ruth gekommen war. Foto: Helene Braun

ZORNHEIM – Der rote Teppich war ausgerollt in der Lindenplatzhalle, die Tische waren gedeckt und mit feinen Speisen versehen, und an der Wand auf der schlicht und stylisch dekorierten Bühne stand zu lesen: „Zornheim gratuliert Peter E. Eckes zum Ehrenbürgerrecht.“ So hatte es der Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Dass Peter Eugen Eckes ein großzügiger Förderer der Kultur ist, ist bekannt. In herausragender Weise bringt er sich ideell, finanziell und sozial für die Gemeinde Zornheim ein und hat sich über viele Jahre, wie es in der Urkunde heißt, um das Wohl der Mitbürger sowie das Ansehen seines Heimatortes verdient gemacht. Als Vorsitzender von Rheinhessen Marketing anlässlich der 200-Jahr-Feier Rheinhessens im Jahr 2016 trug er wesentlich zur Bekanntheit der Region über die Grenzen hinaus bei und das kam auch Zornheim zugute. Als ihm Ortsbürgermeister Dr. Werner Dahmen die Urkunde überreichte, zeigte sich Peter Eckes gerührt und stolz. Und er hatte natürlich etwas mitgebracht.

„Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren guten Tag hat“, zitierte Werner Dahmen Konrad Adenauer. Dies treffe hier und heute auf den zu Ehrenden in besonderer Weise zu. Beispielhaft nannte Dahmen den Drei-Grazien-Brunnen im Zentrum der Gemeinde, gespendet von Peter Eckes. Zum dritten Mal in der Geschichte Zornheims und zum ersten Mal in diesem Jahrtausend erhielt ein Zornheimer die Ehrenbürgerwürde. Dahmen bedankte sich auch bei Ehefrau Ruth Eckes für die große Unterstützung ihres Ehemannes im Wirken um Zornheim und Rheinhessen.

Laudator Markus Müller, Intendant des Mainzer Staatstheaters, hat den Menschen Peter Eckes durch die Kooperation bei verschiedenen Theaterprojekten kennengelernt. Müller: „Es braucht immer Menschen, die schon am Anfang, wenn man noch gar nichts vorzuweisen hat, an eine Idee glauben.“ Hier ging es um die Schaffung einer weiteren Spielstätte, das TanzMainz-Festival habe Eckes auch von Beginn an gefördert. Besonders schätzt Müller die Kombination aus Weltläufigkeit und regionaler Verbundenheit. Peter Eckes sei ein internationaler Rheinhesse.

Dieser bedankte sich mit Worten und mit der Übernahme der Zeche für die riesige Veranstaltung mit so viel Prominenz, dass man sie nicht aufzählen kann, und bei der die Musikfreunde Zornheim nach jedem Redebeitrag aufspielten. Beim Hereinkommen habe er ein paar Worte auf Rheinhessisch aufgeschnappt, sagte Eckes: „Ei, mer gugge mol, was de Eckes heit Obend mitbringt“.

Im Februar besuchte er mit seiner Frau eine Ausstellung in Zornheim. Gezeigt wurden Konzeptionen von Studenten für eine Kapelle in den Weinbergen. Entstehen soll in den Weinbergen ein konfessionsübergreifender sakraler Raum als Ort der Begegnung und Besinnung. Dann rückte Eckes damit heraus: „Also, e Kapellche is mein Geschenk an die Zornheimer.“ Eckes erklärte auch seine Motivation. In Zornheim zu Hause zu sein, bedeute etwas Intimeres als Heimat, eher Verwurzelung. „Und ganz Rheinhessen ist für mich Heimat im weitesten Sinn.“ Die Gemeinde schenkte ihm im Gegenzug ein Bild von der Zornheimer Malerin Sieglinde Nordmann.

Teilen