Viele Jugendliche traten an, die Welt ein wenig besser zu machen. Foto: Helene Braun

RHEINHESSEN/NIEDER-OLM/ZORNHEIM – Für die Projekte des Dekanats Mainz-Süd hatten sich in Nieder-Olm rund 100 Teilnehmer in der katholischen Kirche St. Georg eingefunden, aus Zornheim, Ludwigshöhe, Lörzweiler mit zwei Gruppen, aus Ober-Olm, aus Nieder-Olm und mehreren anderen Gemeinden im Dekanat. Vor der Vergabe der Aufgaben durch Dekanatsjugendreferentin Christiane Wink erteilte Dekanatsjugendseelsorger Michael Leja vom BDKJ Mainz-Süd den Jugendlichen den Segen. Die Katholische Jugendzentrale hat sich dem BDKJ als Mitveranstalter hinzugesellt. Das Motto: „72 Stunden – uns schickt der Himmel.“ Alle vier Jahre findet die Aktion statt.

Rund 85.000 junge Menschen in ganz Deutschland machen 2019 die Welt ein bisschen besser. Vom 23. bis 26. Mai setzen rund 3.400 Aktionsgruppen soziale Projekte im Rahmen der 72-Stunden-Aktion um und beweisen wieder einmal, dass Jugendliche die Zukunft der Gesellschaft aktiv mitgestalten. Mitorganisatorin Lisa Heußlein erklärte am Rande: „Die Gruppen konnten zwischen Do it und Get it wählen, das heißt, sie haben sich selbst ein Projekt ausgedacht oder lassen sich eines zuweisen.“

„Wir wollen etwas Soziales, etwas Gutes machen, was auch die anderen Menschen in unserem Ort unterstützt“, beschreibt Felix, der zur Zornheimer Gruppe gehört, die Gründe, die die jungen Leute antreibt. Ihr Projekt kannten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Später stellte sich heraus, sie sollen Spiele im Ort sammeln und eine Tauschbörse ins Leben rufen, eine Spielebox bauen, ähnlich wie man es von den Bücherschränken kennt und unter dem Motto „Zornheim spielt“ einen Spielenachmittag veranstalten. Die Messdiener aus Lörzweiler hatten sich selbst etwas überlegt. Sie wollten Stromverteilerkästen bunt bemalen unter dem Motto „Aus Grau wird Kunst“.

Weiter dabei die Messdiener aus Ludwigshöhe, die Malteser aus Lörzweiler, eine Gruppe aus Klein-Winternheim, die katholische Jugend Nierstein und viele mehr. Die KJG Bodenheim war in sehr großer Anzahl erscheinen. Die Projekte, mit denen die jungen Leute ihren Ort ein wenig besser machen, stehen unter den Oberbegriffen „Zusammen leben“, „Gerechtigkeit schaffen“, „Neues Lernen“, „Nachhaltigkeit fördern“ und „Zuhause gestalten“.

Pfarrer Michael Leja verwies in der Segensfeier auf Jesus Christus, der auch das eine oder andere verändert habe. „Es muss nicht alles so bleiben. Wenn wir bei der 72-Stunden-Aktion mitmachen, sind wir überzeugt, wir tun es für eine guten Zweck und glauben, mit der Kraft Jesu etwas verändern zu können.“ Im Garten des Camarahauses gab es erst mal Stärkung und dazu die Aufgaben. Genau um 17.07 Uhr fiel dann der Startschuss für die Aktion.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.