OB Michael Ebling (2. v. li.) und Dezernentin Manuela Matz nahmen die Liegenschaft an der Großen Bleiche offiziell in Besitz. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Bald müssen die Umzugskartons gepackt werden. Da das Rathaus umfangreich saniert wird, brauchen die dort 360 Beschäftigten, inklusive Oberbürgermeister Michael Ebling, ein neues Quartier. Das hat die Stadt in Form des ehemaligen Firmensitzes der Westdeutschen Immobilienbank bereits im vergangenen Jahr gefunden. Jetzt übernahmen OB Ebling und die zuständige Dezernentin Manuela Matz offiziell die 20 Jahre alte Liegenschaft vom bisherigen Eigentümer, die Aareal Estate AG und die BW-Immobilien GmbH.30 Millionen Euro zuzüglich Nebenkosten hat sich die Stadt das Übergangs-Rathaus kosten lassen. Hier stehen nach Auskunft der Dezernentin knapp 12000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung, im Rathaus seien es rund 13250 Quadratmeter. „Wir müssen also alle ein wenig zusammenrücken“, erläuterten die beiden Politiker bei der offiziellen Schlüsselübergabe. Hinzu kommt eine Tiefgarage. OB Ebling bezeichnete die an der Großen Bleiche gelegene Immobilie als Glücksfall. „Eine Verwaltung muss funktionstüchtig bleiben“, so der OB. Dies sei mit der neuen Immobilie gewährleistet. Ebling räumte allerdings ein, dass bei weitem nicht alle Rathaus-Mitarbeiter von dem neuen Domizil begeistert seien. Dennoch: Im November heißt es: umziehen.

Viel Glas: Hier arbeiten ab Dezember 300 Rathaus-Mitarbeiter. Foto: Ralph Keim

 

Und dieser organisatorische Kraftakt muss innerhalb kurzer Zeit abgeschlossen sein. Im Dezember müssen 300 Rathaus-Mitarbeiter im neuen Domizil an der Bleiche arbeiten. OB Ebling und seine Dezernenten werden dann in der obersten, der früheren Chefetage ihre neuen Büros haben. Für die restlichen 60 Mitarbeiter müsse noch eine Lösung gefunden werden. Was der neue Standort allerdings nicht bietet, ist eine Alternative zum Ratssaal. „Das Gebäude wurde schließlich nicht als Rathaus konzipiert“, so Ebling, der allerdings die notwendigen Maßnahmen bereits ergriffen hat. Der Stadtrat tagt künftig im Plenum des rheinland-pfälzischen Landtags, der wiederum wegen der derzeit anstehenden Sanierung in der Steinhalle des Landesmuseums tagt. Die kleineren Gremien müssen ausweichen, beispielsweise in eines der vielen Bürgerhäuser Und nach der mehr als zwei Jahre dauernden Sanierung des Rathauses ist vor der Sanierung des nahe des Bahnhofs gelegenen Stadthauses. Vor diesem Hintergrund sei der Standort an der Großen Bleiche keinesfalls eine Übergangslösung. Vielmehr sei geplant, die Immobilie als „Stadthaus Große Bleiche“ weiterhin als Behördensitz zu führen. Noch zu klären, erläuterte Ebling weiter, sei der künftige Sitz der Ortsverwaltung Altstadt, die bislang im Rathaus zu finden ist.

Das Foyer hat zweifelsohne einen gewissen Charme. Foto: Ralph Keim

 

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“