Wolfgang Stiren nahm die Wünsche der Eltern und Kinder auf. Foto: Helene Braun

GONSENHEIM –Sicher zu den schönsten Flecken im Stadtteil zählt der Lennebergplatz mit den fast 100 Jahre alten Häusern. In der Mitte des Karrees beherbergt eine baumbestandene Grünfläche auch einen Spielplatz, für dessen Aufwertung die Stadt 40.000 Euro aus dem Topf „Kinderfreundliches Mainz“ springen lässt. 40.000 Euro für neue Spielgeräte, das klingt erst mal ganz schön viel. Bei dieser Größenordnung durften die Eltern mitstimmen. Trotz des regnerischen Wetters und vieler Krankheitsfälle in den Familien waren dennoch etliche gekommen. Wolfgang Stiren vom Jugendamt und Grünplaner Bernhard Katein hatten vorsorglich einen Pavillon mitgebracht, denn den ganzen Tag hatte es geregnet. Es sei das erste Mal in 18 Jahren, dass eine Überdachung notwendig wurde, sagte Stiren. Dem Publikum kündigte er an: „Wenn auf einem Spielplatz etwas verändert wird in Mainz, dann sind die Kinder eingeladen zu entscheiden.“ Vorerst ging es darum, eine Rangliste zu erstellen, denn auch wenn der Betrag hoch erscheint, so reicht er dennoch nicht für einen Komplettaustausch. Viele Wünsche der Anwohner nahmen Stiren und Katein entgegen und hatten selbst einige mitgebracht. Im August gibt es einen weiteren Termin.

 

Die jetzigen Spielgeräte sind nicht nur nicht mehr schön, sondern waren zum Teil auch nicht mehr erlaubt. So wurde die vorhandene Dreifachwippe im Zuge neuer Bestimmungen in eine Zweifachwippe umgewandelt. Das wussten die Eltern, Großeltern und Kinder nicht, denn der Wunsch, die Wippe wieder in dreifacher Ausführung aufzubauen, war sehr präsent im Gespräch, fand aber auf der Prioritätenliste am Ende kaum Niederschlag. Fast gleichauf lagen Vogelnestschaukel und Kletternetzpyramide, dicht gefolgt von Kletterturm, der Aufwertung des Kleinkind-Sandbereiches und Trampolin. Was die Erwachsenen bemerkt hatten: Im Sommer fehlt es an Schatten, die Metallrutsche ist sehr heiß oder sehr kalt, die Sprossen sind für Kleinkinder eigentlich zu weit auseinander und Kleinkinder gibt es viele im Quartier. Ein Balanciertier aus Holz würde die Beziehung zum nahegelegenen Wald symbolisieren, schlug jemand aus der Runde vor. Auch dieser Vorschlag fand Eingang in die Hitliste wie Federwippen, Hangelstrecke, Erdhügel zum Bepflanzen und ein Dreifachreck. Am Mittwoch, 21. August, um 17 Uhr stellt dann das Jugendamt mit dem Grünamt die ersten Pläne zur Abstimmung vor

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig und seit 2014 Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.