Ein Ort für Tiere: der Tierpark in Kastel. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

KASTEL – Das Biotop Petersberg verbirgt zwischen Industriegebiet und Autobahn in Kastel einen idyllischen Ort: Den Tierpark von Kastel. Im Tierpark, der Dienstag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr, sowie sonntags und feiertags von 11 bis 17 Uhr geöffnet ist, hat das Frühlingsfest gefeiert. Seit über 50 Jahren betreut der „Verein zur Erhaltung und Förderung des Tiergartens Mainz-Kastel“ den nicht alltäglichen Ort, an dem Mensch und Tier einander näher kommen können. „Der Verein ist aus dem benachbarten Aquaristik-Verein (Cyperus-Verein) hervorgegangen“, sagte die Vorsitzende, Sabine Böhringer, am Festtag. Sie führt den Förderverein seit 18 Jahren an. „Der Cyperus-Park war in meiner Kindheit das Ziel der Familiensonntagsausflüge“, erinnerte sie sich. „Da bin ich irgendwie dabei geblieben“, erklärte sie ihr Engagement. Sie bot eine Führung an. Die pädagogische Arbeit entfalte sich in Kooperationen mit Kindergärten und Schulklassen, fügte sie hinzu. „Am Anfang gab es Ziegen, Damwild, Waschbären, Schafe und weitere Tierarten. Heute leben außerdem Ponys, Hasen, ein Schwan, ein Frettchen sowie eine Kuh und viele andere Tiere im Tiergarten, um die sich ein Tierpfleger kümmert.“ Der Weg führte am Ententeich vorbei, den eine Quelle von oberhalb des Tierparks speiste.

 

Das Wasserplätschern und das Vogelgezwitscher beruhigten. Auf einem Stein sonnten sich vier Wasserschildkröten. „Das ist unser einziges Wasser und wir tränken damit die Tiere“. Der Blick in den Weiher erhaschte ein paar Kois. „Sie kamen vor etwas zehn Jahren zu uns.“ Die meisten seien dem Reiher zum Opfer gefallen. Am deutlichsten gestaltete der Verein das Areal Anfang der 2000er Jahre um. „Auch heute gibt immer etwas zu tun.“ Vor Kurzem seien die Baumfällarbeiten beendet worden. Das Material für einen Holzspielturm für die kleinen Besucher samt der Doppelschaukel liege bereit. „Danach erneuern wir das Hühnergehege und das Gänsehaus.“ Die Hühner werden übrigens nur für die Nacht eingeschlossen. „Zum Schutz vor dem Fuchs. Ansonsten laufen sie auf einem Teil des Geländes frei herum.“ Böhringer führte zur Hütte, die zum Reich des Imkers gehörte. Davor ein Bienen-Schauhaus samt Bienenvolk im Schaukasten. „Die Bienenstöcke von Tillmann Hirsch stehen an verschiedenen Orten. Drei Honigsorten entstehen im Tierpark“. Der Eintritt zum Park ist frei. Die Spenden nimmt der Förderverein dankbar an.

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.