TSG-Trainer Timo Schmidt blickt positiv in die Zukunft. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

BRETZENHEIM „Jetzt sind wir auf einem guten dritten Platz“, sagt Trainer Timo Schmidt nach der Partie. Die erste Fußballmannschaft der TSG 1846 Bretzenheim hat soeben auf der Bezirkssportanlage Wormatia Worms II  geschlagen. Mit 3:1 ist das letzte Heimspiel der Saison geendet. In einer Spielzeit, in der für den Landesligisten Ost zwischenzeitlich mehr drin gewesen wäre: der Aufstieg in die Verbandsliga. Doch dieses Ziel ist nach einer zwischenzeitlichen Schwächephase der Mannschaft ausgeträumt. Als Trainer ist Schmidt dennoch mit dem Saisonabschluss zufrieden. „Wir wollten im ersten Tabellendrittel landen und das haben wir erreicht.“

Seine Mannschaft habe sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt, erzählt er.

Das 27-köpfige Team besteht zum großen Teil aus Studenten. „Die aus ganz Deutschland kommen und am Wochenende auch mal nicht da sind“, erklärt er die enorme, aber notwendige Teamgröße.

In der kommenden Saison soll sich das ändern. Zehn Kicker verlassen den Verein. Die Mannschaft wird dadurch aber nicht ausbluten. „Ein guter Jahrgang rückt nach.“ Die A-Jugend spiele gerade „eine blendende Saison“ und führt sie die Verbandsliga an. „Es sind überwiegend Eigengewächse“, sagt Schmidt, der abgesehen von einer vierjährigen Pause der TSG seit der Jugend die Treue hält. Die U-19-Spieler seien „als Mannschaft zusammengewachsen“, was ein Vorteil sei. Dennoch: „Die Landesliga wird für sie ein enormer Umbruch sein.“ Eine ,andere Liga’ eben. „Sie müssen mehr Robustheit und Körperlichkeit entwickeln.“ Die letzte Begegnung bestreitet die A-Jugend am 2. Juni. „Die Sommerpause wird sehr kurz.“ Klar sei Schmidt, dass die TSG den ein oder anderen gestandenen Spieler noch wird verpflichten müssen.

„Wir verstehen uns als ein Ausbildungsverein“, sagt Rene Moczarski. Seit den jüngsten Vorstandswahlen steht er in der Verantwortung für die Abteilung Fußball. „Wenn sich Spieler für uns entscheiden, dann aus sportlichen Gründen.“ Die Identifikation mit dem Verein spiele bei der TSG immer eine prägende Rolle. „Wir zahlen den Spielern kein Geld.“ Ausbildungsverein zu sein, bedeutet umgekehrt Verluste. „Wenn gute Spieler gehen wollen, um einen weiteren Entwicklungsschritt zu machen, stellen wir uns nicht in den Weg.“ Im Gegenteil. „Wir sind stolz darauf.“ Mittlerweile lockt der gute Ruf genügend neue Bewerber an.

Spezielle Vorgaben für die nächste Saison mache der Vorstand dem Trainer nicht, so Moczarski. „Wenn wir nicht gegen den Abstieg spielen müssen, sind wir zufrieden.“ Die Ziele seien: Vorhandenes konsolidieren, die Vereinsstrukturen straffen und die Stärken ausbauen. Für die Fußballabteilung bedeutet das die Stärkung der eigenen Trainerausbildung beispielsweise. Auch das Potenzial der Zuschauer, vor allem das der  Eltern, die zum Beispiel die A-Jugend unterstützen, sei auszuschöpfen. 2021 steht das 175. Vereinsbestehen an. Nicht ausgeschlossen, dass die Erste bis dahin in der Verbandsliga spielt.

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