Start Gesellschaft Mehrwegbecher: eine Idee der CDU wird umgesetzt

Mehrwegbecher: eine Idee der CDU wird umgesetzt

MAINZ – Ziemlich genau zwei Jahre ist es her, dass die CDU im Mainzer Stadtrat den „Meenzer Becher“ und somit die Einführung eines Mehrwegbechersystems gefordert hat. Damals wurde diese innovative Idee von den Ampel-Parteien in den Ausschuss überwiesen und damit faktisch abgelehnt.

Schon damals hat die CDU auf die von Umweltverbänden geschätzten 320.000 Coffee-to-go-Becher hingewiesen, die in Deutschland stündlich weggeworfen werden. Damals war den Grünen das Problem jedoch wohl noch nicht modern genug.

Die Kreisvorsitzende der CDU Sabine Flegel zeigt sich überrascht über den jüngsten Vorstoß der rheinland-pfälzischen Umweltministerin zu dem Thema: „Als wir im Jahr 2017 die Idee zur Einführung eines Mehrwegbechersystems hatten, wären sogar schon alle Mainzer Bäckereien mit im Boot gewesen.“ Laut Flegel zeigten alle Betroffenen enormes Interesse an dem neuen Modell, abgesehen von den Ampel-Parteien.

Im Stadtrat sei der Antrag aus „rein parteitaktischen Gründen“ abgelehnt worden, weil die anderen Parteien der CDU den Erfolg nicht gönnen wollten. „Heute, zwei Jahre später, wird unsere Idee im Wahlkampf von den Grünen schamlos als eigene Idee ausgegeben“, kritisiert Flegel. Auch der Fraktionsvorsitzende der CDU Hannsgeorg Schönig ist fassungslos: „Wenn unser Vorschlag vor zwei Jahren angenommen worden wäre, dann hätten wir bis heute schon zigtausende Plastikbecher einsparen können. Leider stand 2017 noch keine Wahl an.“ An diesem Beispiel lasse sich laut Schönig deutlich erkennen, dass die Ampel reine Verhinderungspolitik betreibe.

Flegel und Schönig sind immer noch überzeugt von ihrer Idee eines Mehrwegbechersystems, deshalb begrüßen sie die, wenn auch verspätete, Umsetzung.

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