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FDP: Rein taktisches Manöver der SPD

LAUBENHEIM – „Die Aussage des Oberbürgermeisters, vorerst keine Bebauung des Bolzplatzes in Angriff zu nehmen, ist vor der Kommunalwahl nichts anderes als ein durchsichtiges taktisches Manöver zur Ruhigstellung der protestierenden Anwohner. Dass die politisch Verantwortlichen angesichts ca. 100 protestierender Wahlbürger und 700 überreichter Unterschriften zugunsten des Erhaltes des Bolzplatzes zum jetzigen Zeitpunkt keine rasche Bebauung in Aussicht stellen würden, war abzusehen. Die SPD, der Oberbürgermeister und auch der noch amtierende Laubenheimer Ortsvorsteher wollen sich mit letzter Kraft über die Wahlen retten“, kommentiert Dr. Christian Hecht, Spitzenkandidat der FDP für den Ortsbeirat Laubenheim und Bewerber für das Amt des Ortsvorstehers, die angekündigte Vertagung einer Entscheidung zur Zukunft des Spiel- und Bolzplatzes am Jungstück.

Die wörtliche Ankündigung des Oberbürgermeisters „wir machen jetzt erst einmal ein Jahr gar nichts“, stehe stellvertretend für das schon bekannte Agieren der Stadtspitze bei möglichen Maßnahmen zur infrastrukturellen Entwicklung Laubenheims. Der angekündigte vielzitierte runde Tisch mit Anwohnern, Eltern und Vertretern der Stadt hätte schon viel früher zustande kommen können. Bereits vor Monaten habe man das Für und Wider unterschiedlicher Varianten öffentlich und transparent diskutieren können.  Auch habe man sich der Forderung der FDP und des Ortsbeirates verweigert, endlich die Voraussetzungen zur Erweiterung der Laubenheimer Siedlungsgrenzen zu schaffen. Hecht: „Die endlose Diskussion um einen Standort der neuen Kita verdeutlicht doch drastisch, dass es im Ort langsam zu eng wird und in Folge dessen die weitere Entwicklung Laubenheims stagniert. Stattdessen macht man es sich im Mainzer Rathaus bequem und verschanzt sich hinter dem Argument, naturschutzrechtliche Vorgaben lasse ein Wachsen des Stadtteils nicht zu. Es fehlt eben der politische Wille, der Voraussetzung ist, um solche langwierigen städtebaulichen Entwicklungen in Gang zu setzten“.

Die Initiatoren der Unterschriftenaktion hätten nach Ansicht von Hecht zumindest erstmal einen Teilerfolg erzielt. „Ich hoffe sehr, dass der angestoßene Diskussionsprozess doch noch zu einem geeigneten alternativen Kita-Standort führen wird. Es ist Vieles eine Frage des politischen Willens. Und die bereits inoffiziell kursierenden Alternativen in der Rüsselsheimer Allee und am Koppernweg zeigen, dass es Möglichkeiten geben könnte, den Bolzplatz zu retten“, betont Hecht.

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