„Sing for Europe“ in Mainz mit offiziell 1111 Teilnehmern.

MAINZ – Kurz vor der Europawahl am 26. Mai haben die Bürger in Mainz ein Zeichen für Europa gesetzt. Mehr als 1000 Menschen standen auf dem Gutenbergplatz vor dem Staatstheater und sangen die Ode an die Freude und damit zugleich die Europahymne. Die Band „Jammin Cool“ gab von der Bühne den Takt an.

Auch der Mainzer Kabarettist Lars Reichow ließ es sich nicht nehmen, für die Sache auf die Bühne zu treten. Ein blaues Meer von Europafahnen wurde geschwenkt. Die Stadtwette „Sing for Europe“, organisiert von „Pulse of Europe“ und „Alliance4Europe“ ging bei strahlendem Sonnenschein auf.  Es seien mindestens 1111 Personen gekommen, hieß es von der Bühne.

Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) war als Vertreterin der Landesregierung und Mitglied des Landtags gekommen und zeigte sich begeistert: „Danke schön für diese super Aktion. Rheinland-Pfalz und den Mainzern muss man nicht erklären, wie wichtig Europa ist. Wir hier leben Europa und bringen das auch gerne zum Ausdruck.“ Rheinland-Pfalz liege im Herzen von Europa und wisse, welche Chancen und Möglichkeiten es biete, sagte Ahnen unter tosendem Beifall. Klimawandel, Migration, Frieden und soziale Gerechtigkeit, nannte  die Ministerin nur einige der wichtigsten Punkte für die ein starkes Europa wichtig sei.

Abermals lobte Ahnen die „tolle Aktion“, sei sie doch ein deutliches Zeichen gegen Populisten und Nationalisten, „sie wollen Europa nur schwächen und das Rad der Geschichte am liebsten rückwärts drehen“.  Und so, als sei dies abgesprochen gewesen, flog während die Ministerin sprach wie zum Symbol eine weiße Taube über die Menschen hinweg quer über den Gutenbergplatz.

Tobias Schwarz und Peter Willich von Pulse of Europe schlossen sich Ahnens Rede an. Europa sei nicht das Problem, Europa sei die Lösung. Die Mehrheit wolle Europa, es gehe um Gemeinsamkeit. „Freundschaft, Zusammenhalt und Leben“, das sei auch das Aushängeschild der Stadt Mainz, galt der Dank der  Veranstalter den Mainzern und ihre eindringliche Aufforderung, „geht an die Wahlurne“.

Viel Musik gab es während der Veranstaltung in der Nachmittagssonne, in der nicht nur die Europafahnen im Wind ein eindrucksvolles Bild machten. Auch die verschiedenen politischen Parteien setzten mit ihren eigenen Fahnen ein eindringliches Zeichen für Europa. „Friends will be Friends“ von Queen wurden angestimmt, und wieder waren alle aufgefordert, von den zuvor verteilten Textblättern abzusingen und mitzumachen. „Sing for Europe“, eine Wahlveranstaltung der etwas anderen Art.

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